Wulkau l „Unsere Feuerwehr hat eine Mitgliederstärke von 21 Aktiven, besonders freue ich mich, dass es uns im Vorjahr gelungen ist, mit André Otte einen neuen Kameraden in unsere Wehr aufzunehmen“, informierte Florian Meinschien zur Jahreshauptversammlung.Dazu begrüßte er in der Gaststätte neben Verbandsbürgermeisterin Steffi Friedebold auch den stellvertretenden Gemeindewehrleiter Kai Völkel.

Immerhin sieben Gruppenführer gibt es in Wulkau, dazu fünf Atemschutzträger, acht Maschinisten sowie neun Aktive, welche in der technischen Hilfe ausgebildet sind. Probleme gibt es auch hier mit der Einsatzbereitschaft an Werktagen. Deshalb werden immer mehrere Wehren zu Einsätzen alarmiert.

Ein einsatzreiches Jahr

2018 war für die Wulkauer recht einsatzreich – immerhin sieben Einsätze waren zu bewältigen. Zuerst ging es am 30. März nach Havelberg, wo in einer Wohnung am Wasserturm Rauch aus dem Fenster drang – angebranntes Essen ...

Zwei Monate später wurde Rauch im Wald am Kamernschen Funkturm gemeldet, aber nichts gefunden. Beim dritten Einsatz blieb man im Ort, in der Dorfstraße brannte am 22. Juni ein Aquarium. Ein Nachbar löschte das Feuer vor Eintreffen der Wehren. Brandgeruch am Elbdeich war die Ursache für den Einsatz am 1. Juli – allerdings stammte dieser von der anderen Elbseite.

Schlimm hätten die Brandstiftungen am 19. Juli wegen der großen Trockenheit ausgehen können: Am Parkplatz im Wald an der Bundesstraße nach Schönfeld brannte am Abend erst Unrat, drei Stunden später das Toilettenhäuschen. Die Leitstelle beorderte die Wulkauer allerdings erst fälschlich nach Sandau. Anderntags folgte der letzte Einsatz: Aus einer Garage in Havelberg stieg Rauch auf. Doch stellte man vor Ort fest, dass gegrillt wurde – die Wulkauer brauchten nicht mehr ausrücken.

Glühweinabend beendete 2018

Das Feuerwehr-Jahr 2018 klang in Wulkau mit dem Glühweinabend am 28. Dezember aus. Am Neujahrstag folgte schon der erste Einsatz in 2019: Am Weg nach Neukamern hatte der Sturm einen Baum entwurzelt, der war in die Stromleitung gefallen. Drei Stunden waren sechs Wulkauer mit vor Ort – der Strom musste ja erst abgestellt werden.

Trotz der enormen Hitze sei die Wehr Wulkau von Wald- oder Wiesenbränden verschont geblieben, freute sich Florian Meinschien. Schön würde er es finden, wenn sich wieder eine Jugendwehr gründen würde. In der Altersabteilung gibt es aktuell acht Mitglieder.

Zwei Brunnen bringen geforderte Leistung nich

Die Technik befindet sich in einem guten Zustand, im Vorjahr bezahlte die Verbandsgemeinde als Träger der Wehr neue Schutzbekleidung und die Renovierung des Versammlungsraumes, was in Eigenregie erfolgte. Im Frühjahr und Herbst wurden die 18 Brunnen im Ort überprüft, wobei zwei nicht die vorgeschriebene Leistung von 800 Litern Wasser je Minute brachten.

Geehrt wurden Diana Kahmke und Josephine Bartz für ihren bestandenen Truppführerlehrgang sowie Chris Meyer für seine zehnjährige Mitgliedschaft. Josephine Bartz wurde zur Oberfeuerwehrfrau und Florian Meinschien zum Löschmeister befördert.