Havelberg  l „Die Söhne und das Biest“ heißt das neue Programm der Kabarettfamilie Hengstmann. Mit diesem gastieren sie nach dem Erfolg vom vergangenen Jahr auch in diesem Sommer auf der Freifläche der Fischerstube in Warnau. Das Familiendreierprogramm startet am Sonnabend, 20. August, um 19.30 Uhr. Bei sommerlichen Temperaturen werden die Hengstmänner wieder unter dem Sternenhimmel zu erleben sein. Damit bekommt die kabarettistische freie Meinungsäußerung eine ganz andere Bedeutung. Sollte es regnen, ziehen Kabarett und Besucher in den „Treff“.

Zum Programm wird zunächst klargestellt: Die Söhne sind in diesem Fall die Magdeburger Kabarettisten Sebastian und Tobias Hengstmann. Diese Brüder sind zwar genetisch dominant verlinkt, aber vor allem auch Brüder im Geiste und auch im Handeln. Seit 2008 versuchen die Brüder in ihrer „Hausgemachten“ Spielstätte, dem Kabarett „ ... nach Hengstmanns!“, sehr erfolgreich jene Biester, die das Leben nicht gerade lebenswert machen, mit satirischem Halali zur Strecke zu bringen. Doch nun die alles entscheidende Frage: Wer ist das „Biest“? Manch einer würde mit Recht auf die in Hamburg geborene, aber dann in der Uckermark um politisches Asyl bittende Dame tippen. Fast nicht richtig! Sie kommt vor. Also im neuen Programm. Ist das „Biest“ vielleicht doch eher einer, der nicht über den bayrischen „Weißwurschtäquator“ schauen kann und der, weil ihm der süße Senf zur Weißwurscht die Stimmbänder weggeätzt hat, ein sprachliches und mentales Defizit sein Eigen nennen darf? Fast richtig falsch. Kommt aber auch vor. Im Programm. Leider! Oder ist das „Biest“ gar ein Erzengel, dessen Leibesfülle leider nur gewichtsmäßig für eine Mehrheit im Parlament ausreichen würde? Falsch, aber fast richtig. Kommt auch vor. Also im Programm.

Oder ist das „Biest“ doch nur ein Tausendfüßler, zwar mit Kopf, doch ohne Hirn, der sich auf den Straßen beim Spaziergang über jedes „Pe“ freut, das mit „gida“ endet? Fast richtig, aber doch falsch. Kommt auch ... leider! Da bleibt schlussendlich nur noch eine Vermutung übrig. Das Biest ist: „And the Winner is!“ ... doch der „Alte“. Also der Vater der Söhne. Die Hoffnung stirbt zwar zuletzt, aber nicht vor dem „Alten“. Über sechzigjährige Prinzen gibt es mehrere. Und nicht nur in Großbritannien. Auch in Warnau.

Karten gibt‘s in der Touristinfo Havelberg unter 039387/790 91 und in der Fischerstube unter 039382/73 77.