Havelberg l „Wir sind immer noch auf dem Weg zum Ziel, wie es aussehen wird, können wir noch nicht sagen.“ Das machte Bürgermeister Bernd Poloski am Freitag noch einmal deutlich, als er am Morgen des Maifeiertages gemeinsam mit dem Verein „Blaue Herzen für Kinderfreundlichkeit“ den Krankenhausmitarbeitern das 555. Blaue Herz überreicht hat. Er nahm damit Bezug auf das Gespräch am Mittwoch in Klietz, bei dem es mit dem Landrat, der Krankenhausgesellschaft Salus und niedergelassenen Ärzten um die Zukunft des Krankenhausstandortes Havelberg ging.

Er schätzt das Gespräch als sehr konstruktiv und konkret ein. Doch ist es bei weitem noch zu früh zu sagen, was am Ende dabei herauskommt. Das sagt er auch in Bezug auf einen MDR-Beitrag unter dem Titel „Mögliche Rettung des Krankenhauses in Havelberg in Sicht“, der suggerieren könnte, dass die sprichwörtliche Kuh schon vom Eis ist. Der Bürgermeister warnt vor voreiligen Schlüssen und Aussagen. „Nach wie vor geht es allen Beteiligten um die gemeinsame Suche nach einer alternativen und akzeptablen Lösung für die medizinische Grundversorgung der Bevölkerung in unserer Region. Allerdings muss sie im Interesse aller auch tragfähig und zukunftsorientiert sein. Erst dann wird sich entscheiden, ob ein anderer Träger dazu in der Lage und gewillt ist, das zu leisten.“

Über die Ergebnisse des Gespräches haben alle Beteiligten Stillschweigen vereinbart. Doch so viel kann der Bürgermeister sagen: „Es war ein sehr wichtiges Gespräch, an dem nicht nur der Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung, sondern auch viele der niedergelassenen Ärzte aus Havelberg und dem Elbe-Havel-Land teilgenommen haben. Es war deshalb sehr konkret und konstruktiv, weil alle Seiten sehr genau dargestellt haben, was sinnvoll ist und was nicht. Im Mittelpunkt steht, eine Lösung zu finden, die für alle einen Mehrwert darstellt. Beeindruckend war für mich das klare Bekenntnis der niedergelassenen Ärzte, dass sie sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten einbringen wollen, eine Lösung für eine ambulante und teilstationäre Grundversorgung am Krankenhausstandort zu finden.“

Die Salus gGmbH ist neben den Johannitern einer von zwei möglichen Trägern, mit denen der Landrat verhandelt, nach dem die KMG im Januar die Schließung des Krankenhauses verkündet hatte.