Sandau l Als Cheforganisator Marian Buhtz am Sonntagnachmittag gemeinsam mit Bürgermeister Henry Wagner und Schornsteinfeger Thorsten Meier den drei erstplatzierten Frauen und Männern der Pokalstrecke die Sonderpokale in Form getöpferter Pfannkuchen überreicht hatte, bedankte er sich nochmals bei allen Helfern, Sponsoren und Teilnehmern, die zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben und meinte, dass mit 425 Startern die Obergrenze erreicht ist. Zumindest, was das Backen der Pfannkuchen betrifft. Doch Bürgermeister Henry Wagner ist da ganz optimistisch und meinte: „Es können gern noch mehr Teilnehmer zu uns kommen, dann suchen wir einen zweiten Pfannkuchenbäcker.“

Die Weichen für den 31. Riesenpfannkuchenlauf am 6. Januar 2020 sind also gestellt. Dass Marian Buhtz Cheforganisator bleibt, hatte er bereits im Vorfeld des Jubiläumslaufes angekündigt. Zum Lauf am Sonntag zeichnete ihn der Bürgermeister für sein Engagement mit der Ehrenurkunde der Stadt aus. Darin heißt es: „Seit nunmehr 30 Jahren wird der Lauf von Herrn Buhtz organisiert. Dieser wurde von Jahr zu Jahr beliebter bei den Läufern, wodurch auch unsere Stadt bekannter wurde. Um dieses Event in seiner Attraktivität stets zu steigern, war Herr Buhtz mit Disziplin, Ehrgeiz und Zielstrebigkeit um die Organisation bemüht. Wir wünschen Marian Buhtz, dass er sich diese Charaktereigenschaften bewahrt, um weiterhin hohe Ziele zu erreichen.“

Reinhold und Weinmann sind die Besten

Von den 171 Pokalläufern über 8,3 Kilometer lief die ehemalige Klietzerin Andrea Reinhold bei den Frauen die schnellste Zeit, gefolgt von Tochter und Mutter Malin und Doreen Gladis. Alle drei sind beim Tangermünder Leichtathletikverein organisiert. Bei den Männern siegte Paul Weinmann vom LTV Genthin vor Erik Müller von der Laufgruppe Haeder und Marco Piec vom Tangermünder LV 94. Als Letzter ging der 83-Jährige Reinhold Fredrich aus Späningen über die Ziellinie – begleitet von Yvonne Förster von TuS Sandau und empfangen mit viel Applaus. Er erhielt so wie alle anderen Läufer, Wanderer und Walker vor ihm von Schornsteinfeger Thorsten Meier, der wieder als Glücksbringer fungierte, eine getöpferte Medaille – zum Jubiläumslauf gab es dieses Mal keine Sonderpokale, sondern für jeden eine Pfannkuchen-Medaille.

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Gestartet worden war der Lauf an der Sporthalle traditionell mit einem kleinen Feuerwerk. Das setzte, wohl angesichts des diesigen Wetters mit Temperaturen knapp über null Grad, den Startbereich zunächst in Nebel. Durch den Stadtpark ging es über die B 107 – für eine freie Laufbahn sorgten die Regionalbereichsbeamten Guido Schulz und Axel Ritter – zum neuen Elbdeich. Alles war gut ausgeschildert und markiert, zudem wiesen Helfer den Weg. Wieder im Ziel ließen sich alle die von Edda Feindt gebackenen Pfannkuchen sowie Glühwein und Tee gut schmecken. Die Sandauer Feuerwehr sorgte für Bratwurst vom Grill und ein wärmendes Feuer in der Feuerschale.

Wie beim Riesenpfannkuchenlauf üblich, bereitete die Bewegung an der frischen Luft in großer Gemeinschaft wieder allen viel Freude. Mit dabei waren dieses Mal auch die Klietzer Hundefreunde, die den Lauf für einen gemeinsamen Ausflug nutzten. Auch etliche Vereine aus dem Elb-Havel-Winkel waren vertreten, wie zum Beispiel der FSV, der SV 90 und die Ruderriege aus Havelberg und der SV Hohengöhren. Viele kamen aus dem Stendaler und Genthiner Bereich sowie aus dem Brandenburgischen. Allen gefiel die ausgezeichnete Organisation.

Hedemickenlauf findet am 23. Juni statt

Marian Buhtz, der mit seinem Helferteam im Einsatz war, freute sich, dass alles reibungslos geklappt hat. Dass er sich am Morgen beim Ausbringen der Kilometer-Markierungen ausgerechnet an dem am weitesten vom Start entfernten Punkt auf dem Deich aus dem Auto ausgesperrt hatte, weil er aus Versehen beim Aussteigen gegen die Verriegelung gekommen war, und er erstmal zurücklaufen musste, spielte keine Rolle mehr.

Die Einnahmen aus dem Glühweinverkauf gehen dieses Mal an die Äthiopien-Kinderhilfe in Stendal. Es sind 165 Euro. In den vergangenen Jahren sind insgesamt im jährlichen Wechsel jeweils tausend Euro für die Kinderhilfe und den Kirchturmverein Sandau zusammengekommen, berichtete Bürgermeister Henry Wagner der großen Läufer- und Wanderschar.

Der nächste Volkslauf in der Region, den Marian Buhtz ebenfalls organisiert, ist der Hedemickenlauf in Kamern. Er findet am 23. Juni statt.