Schönhausen l Eingeladen war der Baumsachverständige Ingo Jurig aus Sandau, der über die Pläne Bericht erstattete: 565 Bäume sind zu ersetzen. Mögliche Standorte sind entlang von Wegen und Gemeindestraßen. Schön wäre auch eine Streuobstwiese, wie sie beispielsweise in Klietz hinter den Neubauten geplant ist – dafür allerdings hat die Gemeinde keine geeignete Fläche zur Verfügung. Deshalb unterbreitete Ingo Jurig jetzt erste Vorschläge, wo die Bäume stehen könnten. Es handelt sich um neue Pflanzorte beziehungsweise Zwischenpflanzungen an den Stellen, an denen die abgestorbenen Bäume auch gestanden hatten. Wichtig ist dabei, dass sie auf Gemeindeland stehen und ob ein entsprechender Abstand zur Straße und auch zum Acker eingehalten werden kann.

Pflanzung im Herbst

Bevor endgültig festgelegt wird, wo welcher Baum zu pflanzen ist, soll es eine Befahrung geben, an der auch Landwirte teilnehmen können. Dann erfolgt die Auslegung der Pläne und die Ausschreibung für die Firma, die die Pflanzung vornehmen wird. Geplant ist das für den kommenden Herbst.

Es sollen in erster Linie Ahorn, Esche, Linde, Ulme und Obstbäume sein. Ingo Jurig erklärte auch, warum: „Eichen eignen sich wegen des sich ausbreitenden Eichenprozessionsspinners nicht. Auch der Eichenspinnkäfer richtet derart Schäden an, dass der Baum abstirbt. Wegen eines möglichen Pilzbefalls und der Miniermotte ist auch die Kastanie wenig geeignet. Die in Frage kommenden Bäume sind allesamt klein- beziehungsweise schmalkronig.

100 Prozent Förderung

Fünf Jahre lang muss sich die Firma um die Bäume kümmern: wässern, damit sie anwachsen, und auch den Baumschnitt.

Wie in allen anderen Gemeinden des Elbe-Havel-Landes auch handelt es sich um ein Flutprojekt, das zu 100 Prozent finanziert wird. Der Kommune entstehen also keine Kosten.