Havelberg l Erst wenige Stunden alt, sonnt sich das kleine Eselmädchen in der Sonne. Mama „Blümchen“ passt gut auf. Will sich „Ole“ nähern, legt sie ihre Ohren an. Kommt er zu nah, drängt sie ihn weg. Sonntagabend um 22.45 Uhr hat das Eselbaby auf dem Areal der Domkurie D8 in Havelberg das Licht der Welt erblickt. Ute Schröter ist kurz vor dem Schlafengehen noch mal zu den Eseln gegangen. „Das Euter war den Tag über schon dick und es kamen Tropfen raus. Das geschieht 24 bis 48 Stunden vor der Geburt. Ich kam genau richtig und war somit bei der Geburt dabei“, erzählt die Vorsitzende des Vereins „denkMal und Leben“, der die Domkurie betreibt.

Auch „Ole“ war bei der Geburt dabei. Der Esel wird wohl die Vaterrolle übernehmen. Damit kennt er sich aus. Hat er doch seiner Cousine schon bei ihrem ersten Baby zur Seite gestanden. Die beiden stammen vom Lemme-Hof aus Wulkau, wo Ute Schröter sie 2009 abgeholt hatte. Im September 2016 war „Blümchen“ erstmals Mama geworden. „Hotte“ wuchs auf und lebte seitdem mit auf dem Gelände. Er ist der Papa des neuen Babys. „So etwas kommt in der Natur immer mal wieder vor. Zum Glück ist die Kleine gesund und munter“, freut sich Ute Schröter. 13 Monate beträgt die Tragezeit bei Eseln. „Hotte“ ist gerade zum Decken auf einem Eselhof in Rathenow. Zurück in die „D8“ würde er aber nur kastriert kommen.

„So eine Geburt ist immer wieder ein Wunder. Und gerade in dieser Zeit macht sie Hoffnung“, findet Ute Schröter. Einen Namen hat die Lütte, die ihr dunkles Fell von der Oma, also Blümchens Mama hat, noch nicht. „Hope“ hatte die Havelbergerin Katrin Rauls spontan vorgeschlagen, als sie am Dienstag schon das erste Bild des Babys in der Volksstimme gesehen hatte.

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