„Ich möchte später als Erwachsene in die Feuerwehr eintreten“ erzählt die elfjährige Julienne Brandenburg aus Kuhlhausen. Schon seit sie zwei Jahre alt ist, interessiert sie sich für die Arbeit der Brandwache. „Ein Mitglied der Havelberger Jugendwehr zu sein, macht viel Spaß, aber vor allem möchte ich Menschen helfen,“ berichtet die Schülerin.

Ihre Freundin Julia Jahs ist 15 Jahre alt und schon länger Teil der Mannschaft. Sie ist begeistert davon, dass man hier selber mit anpacken darf. Wenn der Leiter nicht da ist, ist sie Truppenführer und hat das Kommando. Sie sind die einzigen Mädchen in einer Gruppe voller Jungs.
Justin ist zehn Jahre alt und freut sich immer auf das wöchentliche Treffen in Havelberg. Drehleiterfahren oder Wasserspritzen macht ihm besonders viel Spaß. „Natürlich albern wir manchmal auch ein bisschen herum“, muss er gestehen.

Maik Rohrschneider ist seit acht Jahren Gemeindejugendwart der Feuerwehr und stets bemüht, seinen Schützlingen was bieten zu können. „Kindern kann man manche Dinge nicht einfach nur kurz erläutern oder aus dem Lehrbuch vorlesen. Hier lernen sie, indem sie alles angucken und machen dürfen“, erklärt er. Vor allem der Umgang mit den Geräten der Einsatzwagen ist immer wieder eine Übung wert. Darum fährt er mit seinen Schützlingen jedes Mal an geeignete Orte, um die Jugend auswärts auszubilden. In etwa zwei Jahren soll sein Nachfolger Sven Schumacher diese Aufgabe übernehmen.

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Dieses Jahr wieder bei Wettbewerben

„Wir freuen uns immer über Neuzugänge und hoffen, dass die Kinder und Jugendlichen Spaß an dieser wichtigen Arbeit haben,“ erklärt Maik Rohrschneider. Dass beispielsweise Julienne wirklich ihre Zukunft bei der Wehr sieht, ist großes Glück. „Dieses Jahr wollen wir auch wieder an lokalen Wettbewerben teilnehmen“, berichtet der Jugendwart. Die letzten beiden Jahre war er davon überzeugt, den Mitgliedern vor einer Teilnahme noch mehr beibringen zu wollen. Jetzt sind sie soweit, sich mit anderen messen zu können.

Darüber hinaus plant die Jugendwehr jedes Jahr einen interessanten Ausflug. Zuletzt waren sie im Filmpark Babelsberg. Dabei verlässt sich der Jugendwart auf das Hören und Benehmen der Kinder. Die Mitglieder motivieren sich gegenseitig. Julia berichtet: „Auch wenn wir untereinander immer freundlich sind, können wir älteren die kleinen Jungs auch mal ermahnen und Disziplin fordern. Das ist ihnen lieber, als wenn die Erwachsenen das machen.“ Wohin es 2018 gehen soll, steht noch nicht fest.

„Bei solchen Fahrten sind wir natürlich oft auf Spendengelder angewiesen“, meint Maik Rohrschneider. Deswegen möchte er sich ganz herzlich für die starke Unterstützung der Stadt Havelberg, besonders durch das Ordnungsamt, bedanken. Ohne diese Hilfe wäre es kaum möglich, die Kinder auszustatten und ihnen mal was besonderes bieten zu können.
Am 31. März wird die Havelberger Jugendwehr wieder beim Osterfest im Modellsportzentrum präsent sein. Auch beim Tag der offenen Tür am 1. Mai sind sie dabei.