Kamern l Auf welch angemessene Weise kann man das markante Naturdenkmal am Ortseingang ersetzen, welches inzwischen arg in die Jahre gekommen ist? Dazu gab es verschiedene Überlegungen, lediglich zwei blieben am Ende übrig. So gab es auch den Vorschlag, alle maroden Teile abzutragen und die Kiefer neu zu modellieren.

Der seit über 80 Jahren abgestorbene sagenhafte Stamm mit den drei Ästen besteht fast nur noch aus der imprägnierten Hülle, innen ist alles weicher Mulch. Klar ist bislang nur, dass er im Original nicht erhalten werden kann.

Antrag ist endlich abgeschickt

Schon seit längerem sollte ein Antrag ans Landesverwaltungsamt nach Halle gesandt werden, mit welchem man Mittel aus dem europäischen Leader-Programm beantragen will. Das sei nun endlich erfolgt, berichtete Bürgermeister Arno Brandt auf der Ratssitzung.

Der Antrag ist erst mal allgemein gehalten, zwei Varianten stehen in ihm zur Auswahl: Zum einen könnte ein Abdruck genommen und der Baum in Epoxidharz nachgebildet werden – was dem Original ziemlich nahe kommen würde. Die Kiebitzberg-Gruppe aus Havelberg hatte zudem den Vorschlag unterbreitet, an das Naturmonument symbolisch mit einer dreidimensionalen Skulptur aus wetterfestem Cortenstahl zu erinnern.

Stehen bleiben kann der marode Baumstumpf nicht, er würde den Verkehr auf der nahen Straße gefährden. Somit kann er auch nicht überdacht werden, wie Martin Matzke auf der Sitzung vorschlug.

Insgesamt 50 000 Euro sind für das Vorhaben vorgesehen, die Seegemeinde wäre mit einem Eigenanteil von etwa 10 000 Euro dabei. Nun wartet man auf den Zuwendungsbescheid aus Halle.