Schönhausen l Zunächst hatte Peter Hackel vom Igea-Planungsbüro, das das Bauamt bei der Abarbeitung der Flutschäden unterstützt, dem Ausschuss einen Überblick über den Stand aller Schadensbeseitigungen nach der Flut im Elbe-Havel-Land gegeben. Die Sitzung des Bauausschusses des Rates der Verbandsgemeinde fand vergangene Woche im Sportzentrum statt. So konnten sich die Mitglieder auch gleich ein Bild vom Rohbau der Zweifeldhalle machen. Die ortsansässige Baufirma ist schon gut voran gekommen. Der Dachaufbau ist für Ende Mai geplant. Allein schon die Anlieferung der 22 Meter langen Dachbinder, die die Halle überspannen, wird eine logistische Herausforderung. Aus Osnabrück werden die langen Holzteile per Sondertransport, der nachts fahren muss, angeliefert. Ein Spezialkran hievt sie dann an ihren Platz.

Peter Hackel erklärte, dass sich die Fertigstellung wegen frostbedingter Pause auf Ostern 2019 verschiebt.

Trotz der Verzögerung ist die Freude in Schönhausen groß. „Wir bekommen hier eine tolle Halle, die das ohnehin schon ansprechende Sportzentrum weiterhin aufwertet. Die Lebensqualität in Schönhausen wird mit den neuen Angeboten weiter steigen“, ist Jürgen Mund als Ausschussmitglied aus der Elbgemeinde voller Vorfreude und Hoffnung, dass die Schönhauser und sehr gern auch die Bewohner der Umgebung die Angebote rege annehmen: „Die Halle wird Strahlkraft auf die gesamte Region haben.“

Ausschussmitglied Wolfgang Hellwig aus Sandau zeigte sich angetan vom gesamten Areal und „dass hier alles so schön beisammen ist“. Er fragte, ob sich die Schönhauser einen Hallenwart leisten können, „das ist ganz wichtig, sonst bleibt bei so einem großen Objekt vieles liegen“, spricht er aus Erfahrung mit der Sandauer Halle. Und er weiß auch, wie hoch die finanzielle Belastung für die Kommune mit den Betriebskosten wird. Allerdings ist die Sandauer Halle 20 Jahre älter, mit weiter ausgereifter Technik sollten die Energiekosten in Schönhausen nicht ganz so hoch sein. „Wir schaffen das!“ versichert der Ausschussvorsitzende Bernd Bleis, der auch Ratsmitglied in Schönhausen ist und im Vorstand des SV Preußen mitwirkt. Der Verein ist zuversichtlich, mit den neuen Angeboten neue Mitglieder zu gewinnen. Und auch andere Vereine von außerhalb sollen die Halle mieten können, sie soll möglichst ausgelastet sein. Knapp ein Jahr ist Zeit, am Konzept zu feilen. Gemeinde und der SV Preußen werden hier Hand in Hand arbeiten.