Nitzow l Ganz ohne aktives Dorfleben soll 2020 nicht zu Ende gehen. Im Ortschaftsrat ist  in Nitzow unter anderem über diese Thematik diskutiert worden.

Mit dem Trödelmarkt am vergangenen Sonntag auf dem Festplatz hat im Haveldorf der bunte Herbst begonnen – bei noch schönstem spätsommerlichen Wetter. Die Händler hatten die Veranstaltung recht gut angenommen. Der Besucherandrang hielt sich aber leider in Grenzen, schätzte Ortsbürgermeister Karsten Grey ein. Alle Ortschaftsräte plädierten dafür, dass der Herbst nicht ganz sang- und klanglos, und das im wahrsten Sinne des Wortes, an den Nitzowern und ihren Gästen vorüberziehen dürfe.

So soll auf jeden Fall das für den Monat Oktober geplante Drachenfest auf dem Festplatz stattfinden. Damit es nicht mit dem großen und traditionellen Drachenfest im Havelberger Modellsportzentrum kollidiert, wurde als Termin dafür der 24. Oktober, ein Sonnabend, festgelegt – „aber immer unter Beachtung der aktuellen Corona-Entwicklung und -auflagen“, fügte der Ortsbürgermeister dazu an.

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Das Drachenfest soll als ein echter Höhepunkt in der Ortschaft gestaltet werden, wozu am Dienstagabend bereits einige Festlegungen getroffen worden sind. Falls das alles organisatorisch ermöglicht werden kann, könnte im Rahmenprogramm Bogenschießen stattfinden sowie die Hüpfburg vom FSV Havelberg und mit dieser einige Spielmöglichkeiten aufgestellt werden.

Spiele im Angebot

Die Kinder können mit dem Rasentraktor Runden drehen und sich an einer Reihe weiterer attraktiver Beschäftigungsmöglichkeiten erfreuen, wobei kein Mädchen und kein Junge leer ausgehen soll. „Jedes Kind, das am Drachenfest teilnimmt, bekommt einen kleinen Preis“, wurde im Ortschaftsrat beschlossen. Ebenso soll der schönste Drachen prämiert werden. Und auch an die Versorgung von Klein und Groß wird gedacht sein. Unter anderem mit einem Kuchenbasar.

Selbst, wenn der Wind an diesem Tag zu wünschen übrig lässt, dürfte mit all den Angeboten dann trotzdem für Spaß und gute Laune gesorgt sein. Um 11 Uhr soll das Drachenfest am 24. Oktober beginnen; bereits um 10 Uhr treffen sich alle Organisatoren zur Vorbereitung des Festgeländes.

Und fast noch wichtiger als das Drachenfest: Die Nitzower und ihre Gäste sollen auf den traditionellen Weihnachtsmarkt am ersten Adventssonntag – in diesem Jahr ist es der 29. November – nicht verzichten. „Ich erarbeite gerade ein Hygienekonzept für die Veranstaltung“, informierte Karsten Grey die Ortschaftsräte. Und er ist guter Hoffnung, dass dieses bei den zuständigen Behörden letztlich auch Zustimmung findet.

Buden ín größerem Abstand

Insbesondere betrifft das die Einhaltung der Abstände zwischen den Besuchern und auch zwischen den Weihnachtsbuden. Von letzteren sollen wieder vier bei der Stadt Havelberg bestellt werden. „Sie werden aber in größeren Abständen platziert als in den Vorjahren, voraussichtlich sogar nicht alle auf einer Seite“, kündigte der Ortsbürgermeister an. „Für die Besucher ist es wichtig zu wissen, dass keine Gruppenbildung von mehr als zehn Personen erlaubt sein wird.“

Übrigens ist eine der Weihnachtsbuden noch unbesetzt, wer darin etwas Adventliches oder Weihnachtliches anbieten möchte, kann sich noch melden. Im Vorjahr hatten Schüler der Klassenstufe 10 aus dem Havelberger Gymnasium diese Möglichkeit genutzt.

Wie in jedem Jahr wollen sich auch die Nitzower Vereine wieder einbringen und ihren Beitrag zum Gelingen des Weihnachtsmarktes leisten: die Volkssolidarität mit Bratäpfeln, Keksen und Kaffee, der Schützenverein mit einer Feuerschale und Knüppelkuchen backen, der Feuerwehrverein mit einer „Flüssigversorgung“. Und auch der Angelverein dürfte wieder mit von der Partie sein.

Auch in der Kirche gibt es Angebote. So bietet die Musikschule Fröhlich zum Auftakt des Weihnachtsmarktes ein Programm mit Akkordeon-Schülern dar. Und zum Abschluss des Tages sind dann die Kinder wieder ins Gotteshaus eingeladen. Entweder zu einem Märchenstück mit der Erzählerin Petra Schäfer – im Vorjahr war das sehr gut angekommen – oder zu einer Aufführung der Havelländer Puppenbühne, wurde vorgeschlagen. Ortschaftsrätin Marlene Heidel will die entsprechenden Kontakte aufnehmen und abklären, wer dieses Kinderprogramm übernehmen kann.