Ratssitzung

Physiotherapie zieht in die ehemalige Sandauer Arztpraxis ein

Stadtrat trat erstmals im Saal des Pflegeheimes zusammen / Noch kein Bewerber fürs Bürgermeisteramt

Von Ingo Freihorst
Erstmals tagte der Stadtrat im Saal des Marienheimes. Rechts sitzt der amtierende Bürgermeister Wolfgang Hellwig. Foto: Ingo Freihorst

Sandau

Im ungewohnten Ambiente tagte jetzt der Sandauer Stadtrat: Und zwar im Saal des Marien-Pflegeheimes der katholischen Caritas. Der amtierende Bürgermeister Wolfgang Hellwig bedankte sich zu Beginn bei den Gastgebern, denn ehe Verwaltung und Rat wieder ins Rathaus einziehen können, werden wohl noch fünf Jahre vergehen. Dieses Thema wurde übrigens im nichtöffentlichen Sitzungsteil behandelt – laut ursprünglicher Planung sollte der Umbau eigentlich inzwischen längst abgeschlossen sein.

Vor kurzem hatte dazu eine Beratung mit dem Bauamt stattgefunden. Das Problem auch hier: Die letzten Kostenberechnungen waren vor einigen Jahren erfolgt – seitdem haben die Materialpreise ordentlich angezogen. Zuletzt waren die Holzpreise enorm gestiegen. Zudem drohen der Stadt Zinszahlungen für die Fördermittel, weil diese noch immer nicht ausgegeben wurden.

Noch kein Bewerber fürs Bürgermeisteramt

Ein Lichtblick für die Einnahmenseite der seit Jahren verschuldeten Kommune ist die Neuvermietung der einstigen Arztpraxis, hier soll eine Physiotherapie entstehen. Dazu hat die Verwaltung der Verbandsgemeinde ein Angebot für den Mietpreis auf Basis regionaler Vergleichsdaten unterbreitet, welcher so von den Mietern akzeptiert wurde.

Wolfgang Hellwig informierte zur am 6. Juni anstehenden Bürgermeisterwahl, dass im Ordnungsamt noch keine Bewerbungen eingegangen seien. Allerdings hatte er bereits Gespräche mit vier Interessenten geführt, darunter auch Frauen. Die Bewerbungsfrist endet am 11. Mai.

Immer wieder war die Turnhalle Thema auf den Sitzungen, denn seit Jahren ist die Mängelliste immer weiter angewachsen. Jetzt ist eine erste Firma dort im Gange, sie kümmert sich um die defekten Prallwände – also den unteren Teil der Wände. Defekt sind zudem Heizung, Teile der Elektrik sowie der Brandmeldeanlage – die Halle hätte bald gesperrt werden müssen. Nun kümmert sich das Bauamt um die Mängelbeseitigung, verkündete Wolfgang Hellwig.

Kümmern will sich das Bauamt auch um die nach der Sanierung fehlenden Sockelleisten in der Trauerhalle. Die alten Sockelfliesen waren bei der Sanierung entfernt worden, ein Ersatz hatte damals in der Ausschreibung gefehlt. Diese Maßnahme soll alsbald umgesetzt werden.