Havelberg l Bevor es in der Elb-Havel-Kaserne um den hauptsächlichen Grund für den Bataillonsappell ging, nutzte der Kommandeur des Panzerpionierbataillons 803 Havelberg, Oberstleutnant Ralph Peter, die Gelegenheit, für einen kurzen Rückblick auf das zu Ende gehende Quartal und einen Ausblick auf das letzte Quartal des Jahres 2019 sowie für Infos zum aktuellen Stand bei wichtigen Fragen.

Das betrifft zum einen das Thema Grundausbildung und zum anderen das Thema Schwimmhalle. „Wir bekommen eine Grundausbildungskompanie, voraussichtlich nach Havelberg im kommenden Jahr. Die Sicherstellung dieses neuen Ausbildungsauftrages mit bis zu 200 Rekruten pro Quartal wird jeden von uns in irgendeiner Weise betreffen“, sagte der Kommandeur. Bezogen auf die Schwimmhalle erinnerte er daran, dass ihm sein Vorgänger vor einem Jahr das sanierte Bad für November versprochen hatte. „Er war so klug, die Jahreszahl wegzulassen“, verwies er darauf, dass noch immer nicht feststeht, wann die Schwimmhalle, deren Sanierung im Frühjahr 2018 begonnen hatte, zur Nutzung freigegeben wird.

Zu den Aufgaben im zu Ende gehenden Quartal berichtete der Kommandeur von der Sicherung der Absturzstelle der Eurofighter und dem Einsatz beim Waldbrand in Lübtheen. „Mein Dank gilt allen Beteiligten und Unterstützern, haben sie doch wieder mal unterstrichen, dass wir alle zur Stelle sind, wenn es drauf ankommt, und dass sich unser Land und unsere Bürgerinnen und Bürger auf uns verlassen können.“

Bilder

Teilnahme an Übungen, Ausbildungen, Einsatz im Rahmen der Kriegsgräberfürsorge sowie die Teilnahme an Bootskorso und Pferdemarkt und das gemeinsame Sportfest gehörten ebenso zu den Aufgaben. Zudem befinden sich Soldaten im Einsatz in Afghanistan, „wo die Lage insbesondere nach Abbruch der Gespräche zwischen den USA und den Taliban weiterhin nicht stabil ist“. Einsatz, Übungen, Ausbildung und Unterstützung sowie Kriegsgräbereinsatz gehören auch zu den Aufgaben des kommenden Quartals.

Die ersten Auszeichnungen beim Appell bezogen sich auf das Sportfest, wo die 3./901 das Tauziehen gewonnen und die 2./803 als Gesamtsieger hervorgegangen ist. Hauptfeldwebel Christoph Winter erhielt im Anschluss eine förmliche Anerkennung für sein vorbildliches Engagement bei der Vorbereitung und Durchführung des Havelbiwaks.

Erste Medaillen vergeben

Der stellvertretende Zugführer in der 3./901 zeigt auch sonst hohe Einsatzbereitschaft und übernimmt Sonderprojekte. „Er ist ein Vorbild für seine Kameraden“, würdigte der Kommandeur. Für seine 25 Jahre Dienst in der Bundeswehr wurde Oberstabsfeldwebel Jens-Manfred Ohlshorn ausgezeichnet.

Dann durften die fünf Soldatinnen und Soldaten vortreten, die gemeinsam mit dem Kommandeur an der Dankeschönveranstaltung für alle Helfer beim Waldbrand in ­Lübtheen teilgenommen hatten. Sie erhielten stellvertretend für alle beteiligten Soldaten die vom Land Mecklenburg-Vorpommern gestiftete Ehrenmedaille „Waldbrand ­Lübtheen“. Die weiteren folgen und der Oberstleutnant kündigte an, dass jeder diese persönlich beim nächsten Appell überreicht bekommt.

Dann stand die Kompanieübergabe an: Major Steven Sperling übergab das Kommando über die 3. Kompanie an Hauptmann Sebastian Kiefner. Seit Juli 2016 leitete er die Kompanie. Sieben Monate davon war er im Einsatz in Afghanistan. Zudem absolvierte er den Stabsoffizierslehrgang in Hamburg. „Insofern waren es keine drei Jahre als Chef, aber Sie waren definitiv dreifach erfolgreich“, berichtete Ralph Peter, dass sich Major Sperling im Einsatz hervorragend bewährt und den Lehrgang auf so hohem Niveau abgeschlossen hat, dass er für die Generalstabsausbildung ausgewählt wurde. Und auch als Chef von einer der beiden Panzerpionierkompanien des Bataillons hat er die vielfältigen Aufgaben erstklassig gemeistert. Hauptmann Kiefner war zuletzt stellvertretender Kompaniechef im Pionierbataillon in Gera und besitzt das Rüstzeug, nun als Chef eine Kompanie zu leiten.