Neuermark-Lübars  l  1600 Kilometer hat er seit dem Aufbruch Mitte September zurückgelegt. Zu Dritt gestartet, ist der 25-Jährige nun allein unterwegs. Nachdem sich der Engländer Guss bereits vor den Alpen verabschiedet hatte, machte sich Chris Neidhardt von Udine in Italien aus auf den Rückweg nach Stendal. „Uns war vor dem Start bewusst, dass es nicht leicht ist, zu Dritt zu radeln. Denn dieses Vorhaben bringt einen schon an die körperlichen und auch an die psychischen Grenzen“, schildert Lukas am Volksstimme-Telefon, dass es für ihn allein am besten funktioniert und er sich nun ganz auf sich allein konzentrieren kann und die Zeit sehr genießt. „Ich kann all das, was ich mir von der Reise verspreche, viel besser wahrnehmen und erleben.“

Weiter nach Albanien

In Dubrovnik will er mit Straßenmusik die Reisekasse wieder gut füllen. Nach Kroatien geht es nach Montenegro und dann durch Albanien. Ziel ist, in anderthalb Monaten die griechische Hauptstadt Athen zu erreichen. Hier will er Weihnachten und den Jahreswechsel verbringen. Aber nicht allein! Ein Freund aus Neuermark-Lübars, Carsten Hopfe, kommt zu Besuch.

Verkauf von T-Shirts

Einer steigenden Leserzahl erfreut sich die Homepage, auf der Lukas regelmäßig von seiner abenteuerlichen Reise berichtet. Seit Donnerstag kann man hier ganz individuell von ihm gestaltete Dinge wie T-Shirts, Sticker, Postkarte und mehr erwerben und so bei der Finanzierung der Reise helfen. Denn ungewiss ist, ob die Straßenmusik auf dem noch kommenden Weg weiter in Richtung Asien überhaupt noch möglich ist.

Bilder

Diese Zusammenfassung der letzten Tage hat Lukas für die Volksstimme-Leser geschrieben: „Ich erreiche das Meer bei Monfalcone/Italien und folge dann der strauchig, steinigen Küste durch Slowenien nach Kroatien. Nach einer fünftägigen Auszeit in Zadar, wo mich meine Eltern besucht haben und wir meinen Drahtesel noch etwas aufmotzen konnten, geht es für mich weiter in den Süden. Die Temperaturen ermöglichen mir, mühelos ohne Zelt unter freiem Himmel zu nächtigen. Die Wetterlage verschont mich größtenteils mit Regen.

Wo sich in der Hauptsaison etliche Touris durch die Gassen der alten Innenstädte drücken, gelingt es mir, auch in der Nachsaison das nötige Kleingeld zu erspielen, um davon Essen und ab und an eine Nacht im Hostel kaufen zu können. Auf den Straßen von Split lerne ich dabei einen Bassisten aus den USA kennen und zusammen unterhalten wir ein recht großes Publikum.

Es ist ein motivierendes Gefühl, dass nicht nur ich Tag für Tag mehr in der Reise ankomme, um mein Glück zu jagen, sondern dass sich auch viele Freunde und Bekannte aus der Heimat melden und mir erzählen, dass ich auch sie motiviere und inspiriere.“

Wer Lukas folgen will, kann das im Internet unter www.pedalthisworld.com