Vehlgast l  Für die neu aufgebaute Gebäudehülle um die denkmalgeschützte Schöpfwerkstechnik wurde am Nachmittag Richtfest gefeiert. „Für mich ist es ein ungeheuer schöner Tag heute. Solche Tage könnte es öfter geben“, freute sich Irma Stopka, Schatzmeisterin des Vereins „Altes Schöpfwerk Vehlgast“. Und auch die Vorsitzende Ute Funk strahlte im ganzen Gesicht. „Ich bin mit dem, was bis jetzt geschaffen worden ist, super zufrieden. Für mich ist das Wichtigste, dass hier am Schöpfwerk etwas passiert. Mit dem Richtfest der neuen Gebäudehülle ist heute der erste große Schritt, der ein sehr schwerer gewesen ist, getan. Er war unter anderem auch die Voraussetzung dafür, dass die alte, noch gut erhaltene Technik des Schöpfwerkes – die Pumpe ist ein technisches Denkmal – in der Zukunft vor Witterungsunbilden geschützt ist und bestens gepflegt werden kann.

Sanitärtrakt ist nächstes Ziel

Jetzt können nächste kleine Schritte, immer nach und nach, folgen“, so Ute Funk. Priorität habe für den 13 Mitglieder zählenden Verein dabei zunächst eine Sanitäreinheit mit separatem Zugang, die unter anderem von Vehlgaster Bootsanlegern genutzt werden kann. Wofür allerdings erst einmal wieder das dafür notwendige Geld zusammenkommen muss – aus Fördertöpfen und aus Spenden.

Über der Pumpe die Kultur

Was für die Zukunft angedacht ist, fasste Architektin Petra Kahlfeldt mit wenigen Worten zusammen: „Unten die Technik und in der neuen Etage darüber die Kultur.“ Womit eine Begegnungsstätte für verschiedene Aktivitäten, wie zum Beispiel Ausstellungen, Treffpunkt und Austausch für örtliche Anlässe, gemeint ist. Zudem wird durch die Fenster dieser Etage ein sehr schöner Rundumblick ermöglicht.

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Zuwendung im Dezember 2018 erhalten

Ein kurzer Rückblick: Im Dezember 2018 hatte der Verein „Altes Schöpfwerk Vehlgast“ einen Zuwendungsbescheid im LEADER (CLLD)-Förderprogramm „Umsetzung von Vorhaben im Rahmen der lokalen Entwicklungsstrategien“ für die Grundsanierung des alten Schöpfwerks erhalten. Die bewilligte Zuwendung betrug exakt 221 687,38 Euro mit einem Bewilligungszeitraum bis zum 31. Oktober dieses Jahres.

Dank an die Stadt Havelberg

Die Zuwendung umfasste 80 Prozent der Gesamtausgaben in Höhe von gut 277 100 Euro, so dass der Verein Eigenmittel in Höhe von über 55 400 Euro aufbringen musste. Für die tolle Unterstützung dabei erging gestern ein großes Dankeschön an die Stadt Havelberg.

Teilweise Eigenleistungen vorgesehen

Die Grundsanierung umfasste das Bauhauptgewerk, Zimmerer- und Dachdeckerarbeiten, Tischlerarbeiten und Metallbauarbeiten. Mit diesen Baumaßnahmen sind Ausbauarbeiten im Schöpfwerk noch nicht finanziert – das betrifft Sanitär-, Elektro- und Malerarbeiten. Diese Maßnahmen sollen später teilweise in Eigenleistung durchgeführt werden, um Kosten zu sparen.