Havelberg l „Der Antrag ist gestellt, jetzt heißt es Daumen drücken“, sagt Stadtrat Tino Rosenburg, der sich gemeinsam mit CDU-Fraktionskollegin Doreen Müller, den Leitern der Einrichtungen, Edeka-Marktchefin Peggy Hartmann und Karina Boensch vom Verein „Wir für Havelberg“ um diese Förderung bemüht hat. Schnelligkeit war gefragt, denn offensichtlich geht es bei der Verteilung der Fördermittel nach dem Prinzip „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“. 700 000 Euro stellt das Land zur Verfügung. Das Schulobst- und -gemüseprogramm wird von der EU gefördert.

„In der allerersten Runde des Programms waren wir schon einmal mit von der Partie“, berichtet die Leiterin der Kita „Zwergenland“ Kerstin Hamann von der Förderung, die der „Regenbogen“ und das „Zwergenland“ bekommen hatten. Damals wurden Äpfel geliefert und die wurden zum Beispiel auch zu Kuchen und Mus verarbeitet. Doch bei nachfolgenden Anträgen gingen die Havelberger stets leer aus.

Dieses Mal wurde alles so vorbereitet, dass kurz nach der Freischaltung der Bewerbungen der Antrag abgeschickt werden konnte. Etliches war dafür zu regeln. So muss ein vom Land zugelassener Obst- und Gemüselieferant als Kooperationspartner gefunden werden. Die Einrichtungen einigten sich auf den Edeka-Markt in der Hansestadt, um zugleich einen regionalen Anbieter zu stärken. Gibt‘s dieses Mal einen positiven Bescheid, würden Kitas und Schule dreimal wöchentlich mit frischem Obst und auch Gemüse beliefert werden.

Aber schon jetzt wird in den Kitas sehr auf gesunde Ernährung geachtet. Obst gibt es im „Zwergenland“ zum Frühstück und zum Mittag und auch als Zwischenmahlzeit, berichtet Erzieherin Nicole Kaufmann. So standen am Freitag nach dem wöchentlichen Singekreis Äpfel und ein Obstsalat auf dem Tisch. Laura und Aidan bissen herzhaft in die Äpfel. Welches Obst die Kinder am liebsten essen? Äpfel, Birnen, Bananen und im Sommer sehr gern Melonen.