Wust l Einer, der zum Team der Wuster Sommerschule gehört, ist der New Yorker Arthur Shettle. Die meisten der Theateraufführungen ab 1992 zum Abschluss der Englischwochen standen unter seiner Regie – zuletzt im Sommer 2019 eine wie so oft bearbeitete Version von „Tod eines Handlungsreisenden“ des amerikanischen Schriftstellers Arthur Miller. Dieses Jahr für das 30. Sommerschul-Jubiläum soll es eine Wiederholung seiner ersten Aufführung in Wust, George Bernard Shaws „Pygmalion“ sein. „Und wir möchten direkt nach den letzte Show am Samstagabend ein großes Open-Air-Konzert mit Liedern der zurückliegenden 30 Jahre veranstalten“, schreibt Arthur Shettle per e-mail in die Volksstimme. „Kann sein, dass wir noch ein Jahr warten müssen! Kein Problem. Ich bin dafür bereit“, weiß der New Yorker, dass wegen Corona die Absage der Sommerschule droht.

New York ist jetzt eine Katastrophe

Auf die Anfrage der Volksstimme, wie es ihm und seiner Familie in New York geht, berichtet er: „Wir sind vor fünf Wochen mit den Kindern nach Maine hoch im Nordosten der USA geflogen. Dort haben wir ein Familien-Haus, Gott sei Dank! New York City ist jetzt ein Katastrophe. Wir sind hier komplett allein, aber trotzdem bei der Arbeit zu Hause.“ Sheila ist als Mitarbeiterin bei der Organisation „Ärzte ohne Grenzen“ Tag und Nacht beschäftigt. „Ich muss meinen drei kleinen Männern was von der Schule beibringen. Wir haben Internet-School jeden Tag. Der kleine Louis hat deutsche Schule, Fritzi und Piet sind in einer zweisprachigen Englisch-Chinesisch-Schule. Alles läuft bis jetzt relativ gut. Wir sind alle gesund und natürlich vorsichtig mit unserer Gesundheit.“

Mit Grüßen an die Wuster und der Vorfreude auf das nächste Wiedersehen endet die e-mail.

In Wust geheiratet

Als Regisseur in New York tätig, gehören die fünf Wochen Sommerurlaub zusammen mit seiner Frau und den drei Söhnen Wust. Bei Sigrid und Wilfried Reumann sind sie willkommene Gäste, unter anderem mit Darsteller Enrico Reumann ist er freundschaftlich verbunden. In Wust hatten sich Arthur und Sheila, die sich bei der Sommerschule als Dozenten kennenlernten, 2005 in der Kirche das Jawort gegeben. Unter dem Baum, den sie auf dem Sportplatz pflanzten, spielen heute die Kinder.