Himmelfahrt

Statt ins Grüne geht es in die Schollener Kirche

An Christi Himmelfahrt ist es Tradition, zu einem Gottesdienst im Grünen einzuladen. Für den Schönhauser Pfarrbereich war dazu eine Einladung nach Schollene ergangen.

Von Dieter Haase
Pfarrer Manfred Kiel  (links unten) zelebrierte zum ersten Mal einen Gottesdienst in der Schollener Dorfkirche. Seit dem Herbst des Jahres 2020 war es überhaupt die erste kirchliche Veranstaltung im Haveldorf.
Pfarrer Manfred Kiel (links unten) zelebrierte zum ersten Mal einen Gottesdienst in der Schollener Dorfkirche. Seit dem Herbst des Jahres 2020 war es überhaupt die erste kirchliche Veranstaltung im Haveldorf. Foto: Dieter Haase

Schollene - Vor fünf Jahren erlebte Schollene einen unvergesslichen kirchlichen Höhepunkt. Denn die Pfarrbereiche Sandau und Schönhausen zelebrierten den Gottesdienst im Grünen bei bestem Frühlingswetter gemeinsam an einem ungewöhnlichen Ort: dem Schollener Havelstrand. Anlass dafür war eine Taufe im Havelwasser.

Verlegung in den Kircheninnenraum

Am 13. Mai 2021 allerdings war alles anders. Aus dem Gottesdienst im Grünen an der Kirche wurde nichts - das Wetter zeigte sich mit Regen und Kälte nicht gerade feiertagsfreundlich. Weshalb die Gläubigen aus dem gesamten Pfarrbereich unter Einhaltung der Hygienevorschriften Platz im Kircheninnenraum nehmen mussten. Aufs Singen mussten die Besucher hier gänzlich verzichten. Dem schlechten Wetter geschuldet war auch die Tatsache, dass leider ein schöner Brauch entfiel: nämlich das abschließende gemütliche Beisammensein aller Gottesdienstbesucher auf der grünen Wiese bei einem jeweils selbst mitgebrachten Picknick. Für Kaffee und einige andere Getränke hatte allerdings der Gemeindekirchenrat beim Kirchenausgang noch gesorgt.

Manfred Kiels erster Gottesdienst in Schollene

Der Pfarrer in Entsendung Manfred Kiel zelebrierte übrigens seinen ersten Gottesdienst in der Kirche in Schollene. Seit dem 1. April ist er für den Pfarrbereich zuständig und aus dem Grund auch nach Schönhausen gezogen. „Ich hoffe, dass ich hier mindestens für drei Jahre als Pfarrer tätig sein kann“, sagte er. In Schollene hatte er sich bereits im Vorjahr einmal mit den Örtlichkeiten vertraut gemacht, wie er berichtete. Zu seinem Gemeindebereich gehören außer Schönhausen und Schollene noch Ferchels, Hohengöhren, Molkenberg und Neuermark-Lübars.

Seit November war nichts mehr möglich

Die Schollener Gemeindekirchenratsvorsitzende Birgit Lewerenz zeigte sich sehr erfreut darüber, dass in der Dorfkirche endlich wieder ein Gottesdienst abgehalten werden konnte. „Die Corona-Pandemie hat seit dem November-Lockdown mit seinen strengen Auflagen hier nichts mehr möglich gemacht. Selbst die Christvesper musste abgesagt werden, und auch zu Ostern konnte hier in Schollene niemand in die Kirche gehen“, berichtet sie. „Ich hoffe, dass wir im Gemeindekirchenrat nun auch bald wieder richtig zusammenkommen können. Nötige Absprachen gingen in den vergangenen Monaten nur per Telefon oder über die Whatsapp-Gruppe.“

Sanierung des Pfarrhauses geht weiter

„Es gibt viel zu tun“, blickt Birgit Lewerenz voraus. Unter anderem gehört die weitere Sanierung des Pfarrhauses dazu, „für das jetzt eigentlich der dritte Bauabschnitt ansteht“, wie sie sagt. Es werde nur noch auf die Fördermittelzusage gewartet, „dann kann es los gehen“. Die Außenarbeiten sind bis auf die Zufahrt und die Parkplätze abgeschlossen, im Inneren des Gebäudes macht sich jedoch noch eine umfangreiche Modernisierung erforderlich.

Konfirmation am Pfingstsonntag

Die nächsten Gottesdienste im evangelischen Pfarrbereich finden am Sonntag, 16. Mai, um 9 Uhr in Hohengöhren und um 10.30 Uhr in Schönhausen statt. Konfirmationsgottesdienste stehen dann am Pfingstsonntag, 23. Mai, um 13.30 Uhr (für vier junge Leute) und um 15 Uhr (für weitere vier junge Leute) in der Schönhauser Kirche auf dem Programm.

Zum Glaubensbekenntnis erhoben sich alle Gottesdienstbesucher von ihren Plätzen.
Zum Glaubensbekenntnis erhoben sich alle Gottesdienstbesucher von ihren Plätzen.
Foto: Dieter Haase
Für begleitende Kirchenmusik sorgten Sebastian Engel mit dem Altsaxophon und Karl-Heinz Gorges an der elektrischen Orgel.
Für begleitende Kirchenmusik sorgten Sebastian Engel mit dem Altsaxophon und Karl-Heinz Gorges an der elektrischen Orgel.
Foto: Dieter Haase