Klietz l Seit Anfang Mai wurden gemeinsam mit der Bundesforst auf dem Übungsplatzgelände mehrere Bäume und Sträucher als so genannter Funktionswald gepflanzt. Die insgesamt 5000 Douglasien, 150 Pfaffenhütchen, 150 Heckenkirschen, 150 Hundsrosen, 150 Waldhasel, 100 Schneeball, 50 Eiben, 50 Stechpalmen und 50 Thuja sollen zum Sicht-, Staub- und Lärmschutz beitragen.

Darüber hinaus entsteht durch vor allem im Bereich der Übungsplatzgrenzen gepflanzten Buschwerke neuer Lebensraum für verschieden Tiere und Insekten, nennt Revierleiter Gunnar Wislaug einen weiteren Vorteil.

Im Bereich der „Kaserne am See“ wurden ebenfalls 100 Ebereschen, mehrere Vogelkirschen, Elsbeeren und verschiedene Wildobstarten angepflanzt.

Der Umweltschutzbeauftragte der Kommandantur, Hauptfeldwebel Patrick Müller, freut sich über diese Ersatzpflanzung für die im Jahre 2013 durch das Hochwasser geschädigten und teilweise abgestorbenen Bäume.

Neue Wälder, besonderer Schutz

Aber nicht nur Neuanpflanzungen sind den Soldaten wichtig, sondern auch die bestehenden Wälder erfahren einen besonderen Schutz bei der Truppe: Bei lang anhaltender Hitze und hohen Waldbrandstufen wird die Nutzung von spezieller Munition auf das Nötigste beschränkt.

Der Truppenübungsplatzkommandant Major Dirk Hoffmann beabsichtigt noch ein weiteres Umweltschutzprojekt: Im Juli, während der übungsfreien Instandsetzungszeit, wird durch fachkundiges Personal auf verschiedenen Schieß- und Übungsanlagen ein sogenanntes „Suchen und Räumen“ von Munition durchgeführt.

Immer wieder muss auch gerade an den an Straßen grenzenden Waldrändern illegal abgestellter Müll eingesammelt werden.

Der Truppenübungsplatz ist ein wichtiger Rückzugsort für bedrohte Tier- und Pflanzenarten, die hier optimale Bedingungen vorfinden.

Unlängst mussten aber auch Bäume gefällt werden. Denn für die Aufweitung der Straße an der künftigen Einfahrt zur Kaserne im Walde war das nötig. Der Zaun wird noch im Sommer zurückversetzt. Die Abbiegespur wird dann voraussichtlich Ende 2018/Anfang 2019 angelegt. Es handelt sich um eine zivilmilitärische Maßnahme, die die Verbandsgemeinde Elbe-Havel-Land plant und auch ausschreibt.