Sandau l  Der Sandauer Fliesenleger Olaf Wier hat in zwei Räumen der Wirtschaftsetage des Kirchturmes den Fußboden gefliest, das Geld dafür bezahlte der Förderverein der Kirche. Denn diese Arbeiten können nicht gefördert werden. In diese beiden Räume sollen ein Lager eingerichtet werden und das Archiv einziehen. Zuvor müssen sie noch gemalert werden, was ebenfalls Olaf Wier erledigt.

Im Archiv mussten anfangs eimerweise Äste herausgetragen werden, welche die Dohlen durch ein Rüstloch im Mauerwerk beim Nestbau ins Innere geschoben hatten, berichtete Wolfgang Hellwig vom Förderverein. Das Loch ist im Zuge des Umbaus verschlossen worden.

Regale stammen von Herbert Stertz

Eingelagert werden sollen im Archiv die Dokumente zur Historie des Kirchturmaufbaus, für den Anfang August 2002 der Grundstein gelegt worden war. Die entsprechenden Regale stehen schon bereit: Sie stammen vom verstorbenen Heimatfreund Herbert Stertz aus Havelberg. Wolfgang Hellwig kannte ihn noch als Lehrer.

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Wenn die Mitglieder des Vereins und weitere Helfer die Räume eingerichtet haben, ist diese Etage komplett genutzt. Hier befinden sich zudem Sanitärräume – auch für Rollstuhlfahrer – sowie eine Küche.

Nach kurzer Pause – und zwar mit Rücksicht auf die laufende Dachsanierung – will der Verein sich nun wieder um Fördergeld für den weiteren Wiederaufbau des Turmes bemühen. Es wäre dann der elfte Bauabschnitt, berichtet Wolfgang Hellwig.

Zwei Rauchschutztüren für den Aufzug

Insgesamt 30 000 Euro sollen diesmal investiert werden. Von dem Geld sollen zwei Rauchschutztüren vor dem Personenaufzug installiert werden. Weil diese dann aber mit den Ausgangstüren zur Schleuse kollidieren würden, müssen letztere gedreht werden. Diese Türen würden dann also nach innen aufgehen. Auch müsste in der Glockenstube noch hölzernes Geländer durch eins aus Edelstahl ersetzt werden.

Etwa die Hälfte der Mittel würde jedoch allein das Innenportal beanspruchen, also die Verbindungstür von der Turmhalle zum Kirchenschiff.

Da der Verein auch einen Eigenanteil in Höhe von 20 Prozent beisteuern muss, bittet er für das Innenportal um Spenden – so wie einst für die Treppen oder die Schallluken. Wie bei diesen können auch diesmal die Spender ab einem Betrag von 100 Euro – so sie es denn möchten – auf einer Tafel verewigt werden. Das Portal ist auch so teuer, weil es zugleich eine Brandschutztür ist, 30 Minuten muss sie standhalten.

Bis zum 23. August muss die Projektskizze bei der Lokalen Leader-Aktionsgruppe eingereicht werden. Diese sichtet die eingegangenen Anträge und erstellt eine Prioritätenliste. Da die Mittel begrenzt sind, kommen womöglich nicht alle Antragsteller zum Zuge.

Dann bliebe für den Brandschutz nur noch das Notstromaggregat, was im nächsten Bauabschnitt in der Südsakristei aufgestellt werden soll.

Spendenkonten: Volksbank Rathenow, IBAN: DE58 1609 1994 000 2696 11; Kreissparkasse Stendal, IBAN: DE11 8105 0555 3080 0047 00.