Schönhausen l Einen mächtigen Schrecken gab es am Montag um 8 Uhr in der Schönhauser Märsche für die Familie Unterschütz: Eine große Kastanie aus dem benachbarten Bismarck-Park war – begleitet von einem mächtigen Krachen – auf ihre nach der Flut erst neu errichtete Doppelgarage gefallen. Das Vorgängergebäude hatte damals bis zur Toroberkante im Deichbruchwasser gestanden.

Vor zwei Jahren waren im Zuge der Flutschadenssanierung im teils immer noch gesperrten Parkgelände um die 250 abgestorbene Bäume gefällt worden – das Areal hatte ebenfalls im Flutwasser aus Fischbeck gestanden. Doch die noch lebenden Bäume sollten aus Naturschutzgründen stehen bleiben, kann die Schönhauser Familie noch heute nicht nachvollziehen.

Sie wies darauf hin, dass die Bäume bei Regen nicht standsicher seien – was sich jetzt zu ihrem Nachteil bestätigte. Sogar einige Stämme blieben stehen, wegen der Fledermäuse, die darin hausen. Doch auch diese Stämme könnten irgendwann umfallen.

Ein Teil des Parks ist genau aus diesem Grund immer noch gesperrt: Die Bäume hatten 2013 im Wasser gestanden, durch den Auftrieb wurden die Wurzeln hinterlüftet und beschädigt, Bakterien drangen ein. Das Wurzelwerk fault mit der Zeit weg, der Baum hat irgendwann keinen Halt mehr.

Ein Blitz hatte zudem kürzlich in einen Baum am Rondell eingeschlagen, die Rinde flog bis zu drei Meter weit. Jetzt droht der Baum auf die Figuren zu stürzen.