Spendenaktion

Wulkauer Orgel wird repariert

Auf einen baldigen Start der Orgelsanierung in Wulkau hofft Marita Schulz von der Kirchgemeinde. Dies ist dank vieler Spender nun möglich.

Wulkau l Die Fördergeld-Zusagen sind jetzt vollständig, es gibt Zuschüsse in einer Gesamthöhe von 4800 Euro aus dem Baulastenfonds des Kirchenkreises sowie aus dem Orgelfonds der Evangelischen Kirche Mitteldeutschland (EKM). Die Zusage vom EKM-Fonds war erst kürzlich eingegangen.
Knapp 8000 Euro sind insgesamt vonnöten, damit der einmanualigen Lütkemüller-Orgel wieder die gewohnten klangvollen Töne entlockt werden können. Der Orgelsachverständige vom Kirchenkreis hatte den Schaden begutachtet, danach konnte ausgeschrieben werden. Drei Firmen waren angeschrieben worden, zwei hatten Angebote eingesandt. Der Sachverständige hatte diese geprüft und eine Empfehlung abgegeben, welcher der Wulkauer Gemeindekirchenrat im Vorjahr gefolgt war. Den Zuschlag bekam eine Fima aus Mecklenburg-Vorpommern.
Der nötige Eigenanteil wird mittels Darlehen und Spenden finanziert. „Bei allen Spendern, Wulkauern und ehemaligen Wulkauern, möchten wir uns hiermit recht herzlich bedanken“, informierte Marita Schulz.
Die drei trockenen Vorjahre hatten dem hölzernen Instrument auf der Empore arg zugesetzt. Windlade und Windkanal teilen sich in der Orgel eine Wand, wegen der Dürre riss das Holz dieser Trennwand ein. Das hat zur Folge, dass bereits Töne zu hören sind, wenn das elektrische Gebläse angeschaltet wird. Je nach Luftfeuchtigkeit in der Kirche ist das Problem mehr oder weniger stark zu hören – damit ist das Instrument unbespielbar. Weil zur Reparatur die Windlade ausgebaut werden muss, ist fast eine komplette Demontage vonnöten. Auch ist die Leinwand gerissen und muss ersetzt werden.
Ist die Orgel repariert, steht die nächste – und weit größere – Investition an: Die restlichen Fenster müssen dringend saniert werden, einige Scheiben drohen sogar schon abzufallen. Dies betrifft die fünf großen Fenster mit ihren Griseldis-Glasmalereien in der Süd- und Ostseite des Chores, drei in der Apsis sowie je zwei in der Sakristei und im Gemeinderaum. Um die 55000 Euro sind nötig, um die weit über 100 Jahre alten Fenster instandzusetzen. Das Glas ist teils löchrig, die Verschlüsse sind marode, das Blei spröde und die Windeisen, welche die Scheiben halten, zum Teil arg verrostet.