Quarnebeck l Es ist die Übergabe eines Staffelstabes – so beschrieb Matthias Heinrich, Superintendent aus Salzwedel, am Montagabend den Wechsel der Gemeindepädagogen im Pfarrbereich Breitenfeld-Jeggau. Denn während sich Volker Holtmeier, der seit mehr als einem Jahr als Gemeindepädagoge unter anderem zwei Kinderkirchen-Gruppen in Quarnebeck und Jeggau betreut hat, seinen Abschied feierte, stellte sich Christian Kammler den Kindern und Eltern als Nachfolger vor. Verabschiedet und begrüßt wurden beide dabei am Montag von Superintendent Matthias Heinrich im Quarnebecker Dorfgemeinschaftshaus. An der Feier nahmen neben 17 Mädchen und Jungen aus Quarnebeck und Jeggau auch deren Eltern teil.

In einem Jahr viel Spannendes erlebt

Um den Wechsel zu beschreiben, nutzte Matthias Heinrich einen Vergleich aus dem Sport: „In der Altmark ist eher Marathon als Sprint angesagt.“ Vieles bleibe lange Zeit so, wie es war. Für Holtmeier und Kammler sei nun aber ein Sprint angesagt, fuhr Heinrich fort. Nach den Sommerferien hatte Volker Holtmeier im vergangenen Jahr den Posten des Gemeindepädagogen im Pfarrbereich Breitenfeld-Jeggau von seiner Vorgängerin Brigitte Schattenberg übernommen. Jetzt, etwas mehr als ein Jahr später, steht also wieder ein Wechsel an. Notwendig ist dieser, weil Holtmeier eine neue Stelle antritt. Seit Dienstag ist er einer von zwei Leitern im Erlebnishaus Altmark in Zethlingen. „Die Hausleitung ist eine Herausforderung, die ich mir gewünscht habe“, sagte Holtmeier. Zu seinen Aufgaben zählt nun eher das Management und weniger die aktive Arbeit mit Kindern. Keine Auswirkung hat die neue Stelle auf Holtmeiers Funktion als Kreisjugendreferent. Hier bleibt alles wie gehabt.

„Es war zwar nur ein Jahr, dafür aber ein sehr intensives“, fasste Volker Holtmeier seine bisherige Tätigkeit zusammen. Wöchentlich traf er sich mit den Mädchen und Jungen in den Ortschaften. Im Schnitt zählt jede Gruppe etwa acht Kinder. „An drei Tagen haben wir hier in Quarnebeck Kinderbibeltage veranstaltet, an denen 20 Personen teilgenommen haben“, blickt Holtmeier auf einen Höhepunkt des letzten Jahres zurück. Außerdem stand ein Ausflug in den Harz sowie eine Übernachtung in der Gardeleger Nikolaikirche auf dem Programm.

Einen ersten Eindruck von den beiden Gruppen hat Christian Kammler am Montag bereits bekommen. Er ist Gemeindepädagoge in Oebisfelde und kümmert sich nun zusätzlich um die Gruppen. Seit August lebt der gebürtige Sachse in der Altmark. Zuvor war er in Berlin zu Hause. „Es ist eine kleine, gute Gemeinschaft“, beschreibt Kammler seinen ersten Eindruck, den er in Quarnebeck gewonnen hat. Gemeinsam mit den Kindern sang er am Montag schon einige Lieder. Noch ist Kammler mit Blick auf seine neue Aufgabe recht gelassen, wie er sagte. Ab Januar werde er seine Arbeit aufnehmen.