Oebisfelde l Wie Peter Schorlemmer, Wirtschaftsförderer in der Verwaltung der Einheitsgemeinde, informierte, handele es sich bei den 14 184 Menschen ausschließlich um Personen, die ihren Hauptwohnsitz in einem der Ortsteile haben.

Den größten Zuzug innerhalb eines Jahres habe Weferlingen zu verzeichnen. Im zweitgrößten Ortsteil wohnten Ende Dezember 150 Menschen mehr als ein Jahr zuvor.

In Oebisfelde, dem mit Abstand größten Ortsteil, hielt sich die Steigerung in Grenzen. Hatte die Allerstadt ohne seine 1994 eingemeindeten Ortsteile 2014 4736 Einwohner, waren es ein Jahr später 48 (4784) mehr.

Buchhorst gewinnt

Steigerungen gab es ebenfalls in den Oebisfelder Ortsteilen Bergfriede (7), Buchhorst (10), Gehrendorf (9) und Weddendorf (9). Weniger Einwohner weisen dagegen Breitenrode (4), Lockstedt (5), Niendorf (4) und Wassensdorf (8) auf.

In nur einem Ort der 26 Orte umfassenden Einheitgemeinde blieb der Einwohnerstand gleich – in Seggerde. Dort lebten 2014 und 2015 113 Menschen. Die meisten Einwohner innerhalb eines Jahres verloren hat indes Siestedt. 2014 wohnten in dem Dorf 192 Personen. Ein Jahr später waren es 176.

Die erste erfasste Einwohnerzahl Oebisfeldes, damals noch ohne Kaltendorf, der Zusammenschluss erfolgte 1914, stammt aus dem Jahr 1736. Laut der von Friedrich-Karl Sonntag und Horst Schröder im Jahr 2000 herausgegebenen Stadtchronik wohnten 1736 884 Personen in der Stadt.

Vertriebene kamen 1946 an

Danach stieg die Einwohnerzahl stetig an und erreichte im Jahr 1946 mit 7852 ihren Höchststand. Grund dafür war der Zuzug von Menschen, die nach Kriegsende aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten wie Schlesien, Ostpreußen oder dem Sudetenland vertrieben wurden.

Nach 1946 ging die Einwohnerzahl dann stetig zurück. Eine Ursache war die Abschottung der Stadt durch ihre unmittelbare Nähe zur innerdeutschen Grenze. 1990 war es mit dem Sperrgebiet jedoch vorbei. Zu diesem Zeitpunkt, Jahresende 1990, hatte Oebisfelde 4702 Einwohner. Also fast so viele wie zum gegenwärtigen Zeitpunkt.