Klötze l Die Pendler, die regelmäßig am Klötzer Busbahnhof aus- und umsteigen, dürfte der Beschluss wohl besonders freuen: Die für den Knotenpunkt geplante Toilettenanlage wird gebaut. Dafür sprachen sich die Klötzer Stadträte während ihrer jüngsten Sitzung am Mittwochabend im Rathaus einstimmig aus.

Ein Zeitplan für die Errichtung des stillen Örtchens wurde bereits im städtischen Hauptausschuss vor gut zwei Wochen genannt. Demnach sollen die Arbeiten am 15. August beginnen und bis zum 30. September abgeschlossen sein. Damals hatte Uwe Harms (CDU) vorgeschlagen, die Planungen bezüglich der Ausrichtung des Häuschens noch einmal zu überdenken. So schlug er vor, dass die Ein- und Ausgangstür der Anlage in Richtung der Bushaltestellen zeigen sollte. Da auf diese Weise jeder sehen könne, wer das WC benutzt hat, könnte dazu beigetragen werden, dass die Toilette auch wieder sauber verlassen wird.

In den letzten Tagen ist dieser Vorschlag noch einmal geprüft worden. So, wie sie ursprünglich geplant wurde, sei die Platzierung aber ideal, lautete das Fazit. Planer Stefan Münder erläuterte den Stadträten, warum von den Plänen nicht abgewichen werden sollte. „Die Fläche haben wir so gewählt, weil alle wichtigen Leitungen in der Nähe verlaufen“, nannte er ein Argument.

Türen könnten verwechselt werden

Weiterhin führte er an, dass die Anlage auch behindertengerecht sein soll. Das widerum sei an die Einhaltung bestimmter Normen gebunden. Demnach muss es einen im Gehweg eingelassenen Leitstreifen geben, der sehbehinderten Menschen den Weg zur Eingangstür weist. „Der Leitstreifen für die barrierefreie Zuwegung muss in gerader Linie vom Hauptgehweg aus erfolgen“, sagte Münder. Drehe man die Anlage allerdings um 90 Grad, sodass die Eingangstür in Richtung der Haltestellen zeigt, sei dies nicht mehr möglich.

Eine Drehung könnte bei den Benutzern der Toilette auch für Verwirrung sorgen. Denn im hinteren Bereich des 3,70 Meter langen und 2,80 Meter breiten Häuschens befindet sich ebenfalls eine Tür, die zu einem kleinen Technikraum führt. „Diese Tür könnte dann für den Eingang gehalten werden“, gab Stefan Münder zu bedenken.

Und noch weitere Vorteile biete die bisherige Planung. Etwa liege der Ein- und Ausgang außerhalb der Hauptwetterseite. Anschlüsse für Wasser- und Abwasser würden zudem günstig verlaufen, ebenso eine Kabeltrasse.

Nach den Ausführungen von Stefan Münder sagte auch Uwe Harms, dass er das Projekt nun so unterstützen wolle, wie es geplant ist. „Ich hoffe, dass die Stadt Gardelegen auf ihrem Busbahnhof nachzieht“, sagte Harms. Seine Zustimmung zum Bau der WC-Anlage drückte Wolfgang Mosel aus. „Klötze ist ein wichtiger Knotenpunkt. Manche Fahrgäste müssen 30 Minuten auf ihren Anschluss warten“, unterstrich er die Notwendigkeit des WC-Baus.