Klötze l In der Einheitsgemeinde Stadt Klötze soll der sympathische Pandabär dabei helfen, die Corona-Sorgen etwas in den Hintergrund zu rücken. Auf die Pandemie folgt jetzt die „Pandamie“. Das Wortspiel bietet sich an, findet der Klötzer Kay Knittel. Unter dem Motto „Klötze malt die Pandamie“ sollen nämlich in den kommenden Wochen möglichst viele Bären-Bilder entstehen. Mitmachen können Kinder, Jugendliche und Erwachsene, eine Altersgrenze gibt es nicht, sagte Knittel im Gespräch mit der Volksstimme. Er ist Chef der Klötzer Theatergruppe und unterstützt das Projekt auch mit seiner Werbefirma. Erste Entwürfe für Plakate, die auf die Aktion aufmerksam machen sollen, hat er bereits erstellt.

Schulen und Kitas einbezogen

Besonders Kindern und Jugendlichen wolle man mit der Aktion zeigen, dass es in der Pandemie mehr gibt als Distanzunterricht und die Tatsache, dass man seine Freunde nicht sehen kann, sagte Kay Knittel. „Sie sollen die Bilder malen und so auf andere Gedanken kommen“, fasste er das Ziel zusammen und ergänzte: „Wir wollen die Kinder nach vorne bringen.“ Kontakt zu den Schulen und Kitas aus der Einheitsgemeinde werde ebenfalls aufgenommen, um dort das Projekt vorzustellen. Wer mitmachen möchte, kann sich in Knittels Geschäft an der Oebisfelder Straße Panda-Vorlagen abholen. Zugeschickt würden sie aber auch gern per E-Mail zum Ausdrucken. Oder die Malkünstler lassen einfach der eigenen Kreativität freien Lauf. „Es gibt nicht die eine feste Vorlage“, betonte der Chef der Theatergruppe und ergänzte: „Wir sind offen.“ Jeder Teilnehmer könne zeigen, was er wolle.

Abgabeschluss ist am 31. März. Die fertigen Werke können in den Briefkasten des Geschäftes gesteckt werden. Alle Einsendungen werden gesammelt. Später, wenn die Verordnungen es wieder zulassen, sollen die kleinen Kunstwerke bei einer Ausstellung gezeigt werden. Wie und wo das genau passieren wird, sei aber noch nicht klar. Entstanden sind bereits die ersten Bilder von Schülern bei einem Testlauf. „Das ist bei den Kids gut angekommen“, sagte Kay Knittel. Die Kinder seien die Zukunft von Klötze, betonte er. Solche Aktionen seien ein Zeichen dafür, dass man sich gerade jetzt besonders für sie einsetzt. Gehofft wird auf die Unterstützung weiterer Betriebe, Geschäfte und Banken, die Klötzer Wirtschaft solle bei der Aktion mit einbezogen werden, sagte Knittel. So könnten beispielsweise kleine Aufmerksamkeiten für die Teilnehmer gesammelt werden.

Chor aus vielen Einzelstimmen

Ganz neu ist die „Pandamie“-Idee übrigens nicht, wusste Mitorganisatorin Ramona Lessing zu berichten. In anderen Regionen Deutschlands waren die Bären bereits erfolgreich. Kürzlich hatte etwa ein Mann aus Unterfranken Plüsch-Pandas in die Fenster eines Hauses gesetzt und damit eine Welle ausgelöst. Viele Einwohner hingen daraufhin Panda-Bilder in ihre Fenster. Mehrere Medien berichteten über den Trend aus Bayern. Die Bilder sollen in der Stadt Klötze aber nur ein Teil der „Pandamie“ sein. In Vorbereitung ist darüber hinaus ein Chor-Projekt, verriet Ramona Lessing. „Wir haben schon ein professionelles Tonstudio gefunden“, sagte die Mutter. Ausgesucht habe man sich einen mehr als 200 Jahre alten Shantysong.

Entstehen soll ein Lied, das die Sänger bei der Aufnahme nicht gemeinsam anstimmen. Vielmehr nimmt jeder Beteiligte für sich eine Tonspur seines Gesanges, etwa mit dem Smartphone, auf. Die einzelnen Spuren werden später am Computer übereinandergelegt, Chorgesang ist das Ergebnis. Erste Chöre aus der Stadt Klötze seien bereits angefragt worden, ob sie mitmachen wollen. Aber auch sonst solle jeder mitsingen können. Genaueres wollen die Organisatoren später mitteilen. Eine Idee wäre, ein Video zum Gesang zu produzieren, das bei Festen, die in der Region stattfinden, auf Leinwand gezeigt werden könnte. „Wir versuchen, das jetzt anzuleiern. Wer macht mit?“, so Ramona Lessing.