Klötze l Vier künftige Forstwirte haben in der Ausbildungsstätte am Zartau ihre Lehre begonnen. Am Mittwoch sind sie von Helmut Jachalke, Leiter des Betreuungsforstamtes mit Sitz in Klötze, sowie den Ausbildern Roland Schuppe und Stephan Miehe vorgestellt worden. Unter 25 Bewerbern hatten sie die besten Karten: Johanna Görke, Silas Graubach, Moritz Brauns und Stefan Bust.

Johanna kommt aus Hem­stedt bei Gardelegen. Sie absolvierte bereits zwei Praktika in der Ausbildungsstätte. Dabei stellte sie fest: „Ich mag den Beruf.“ Eine Sonderbehandlung gibt es für Frauen nicht, machte Roland Schuppe deutlich. Silas Graubach aus Dingelstedt bei Halberstadt hat es im Zartau besser gefallen als in seiner Heimat. Forstwirt möchte er werden, „weil ich ein Draußenmensch bin und durch die Jagd dazu kam“.

Schriftlicher Test

Moritz Brauns ist als Gehrendorfer (bei Oebisfelde) so etwas wie der Lokalmatador. Auch er ist gerne in der Natur und könnte nicht einen ganzen Tag drinnen zubringen. Nach der Lehre möchte er studieren. In Klein Bartloff in Nord-Thüringen ist Stefan Bust zuhause. „Die Wälder sind hier abwechslungsreicher“, sagt er.

Sie alle mussten im Februar einen schriftlichen Test absolvieren und sind in einem Gespräch mit Forstamtschef und Ausbildern befragt worden. Johanna Görke ist die dritte junge Frau seit Anfang der Jahrtausendwende, die eine Ausbildung im Zartau aufnimmt. Mit jungen Frauen in den Männergruppen haben die Ausbilder nur „beste Erfahrungen“ gemacht. „Sie disziplinieren die Gruppen“, hat Helmut Jachalke beobachtet. Johanna solle die jungen Männer mitziehen.

Gute Aussichten

Nach dreijähriger Ausbildung haben die vier Azubis sehr gute Chancen, einen festen Job zu finden. „Der Beruf ist noch immer so interessant, dass es mehr Bewerber als offene Lehrstellen gibt“, weiß Helmut Jachalke. „Die Fertigen gehen weg wie warme Semmeln.“ Besonders in der Privatwirtschaft würden sie dringendst benötigt werden. Weil aber Forstbetriebe sehr spezialisiert sind, würden oft nur große Betriebe wie das Land ausbilden.