Steimke/Kunrau l Bevor am 24. Juli mit der Erneuerung der Jahrstedter Ortsdurchfahrt im Zuge der Landesstraße 23 begonnen wurde, war die Umleitung ausgeschildert worden. Für die Dauer der Maßnahme, die unter Vollsperrung vonstatten ging und am 18. August beendet werden konnte, wurde der Verkehr über Böckwitz und Steimke auf die L 23 nach Kunrau geführt. Auffällig war, dass die Ohrebrücke zwischen Steimke und Kunrau (Kreisstraße 1122) dabei mit Baken auf eine Fahrspur verengt wurde. Außerdem galt kurz vor und hinter der Brücke ein Tempolimit von 50 Stundenkilometern statt wie bisher 70 km/h. Autofahrer wurden mit Schildern auf die Veränderungen hingewiesen.

Nun hätte man denken können, dass die Baken nach Abschluss der Baumaßnahme in Jahrstedt wieder entfernt und die Geschwindigkeitsbegrenzung aufgehoben wird. Doch so ist es nicht. Die Baken stehen nach wie vor auf der Brücke, die Fahrbahn ist weiterhin verengt und auch das Tempo-Limit gilt noch. Ebenso die entsprechenden Schilder. Doch warum? Die Volksstimme erkundigte sich beim Altmarkkreis Salzwedel.

Planung soll 2019 beginnen

Pressesprecherin Amanda Hasenfusz antwortete, dass die Schilder per verkehrsrechtlicher Anordnung aufgestellt worden seien. Hintergrund dessen sei der Zustand der Brücke. Hier würde der Beton der Flügelwände einige Schäden aufweisen. Daher solle der Seitenbereich vor dem Bauwerk nicht befahren werden, weil sich die Flügelwände unmittelbar in diesem Bereich befänden.

„Diese Sicherungsmaßnahme ist erforderlich, um weiterhin die Verkehrssicherheit zu gewährleisten“, betonte Amanda Hasensfusz. In diesem Zusammenhang teilte sie mit, dass die Brücke im Jahr 2020 erneuert werden soll. Die Planungen dafür begännen 2019. Die Kosten würden auf zirka 455.000 Euro geschätzt.