Wenze l Nach einiger Zeit ist den Männern die Anstrengung anzusehen. Immer wieder strecken sie ihre Arme nach oben, um sie gleich darauf wieder in Richtung Boden zu drücken. Ihre Hände umklammern dabei eine Holzstange. Mit ihrer bloßen Muskelkraft und ihren gleichmäßigen Bewegungen pumpen die fünf Wasser aus einem riesigen Behälter ins Innere einer betagten Löschkutsche. Von dort aus wird es einige Meter durch einen grauen Schlauch weitergeleitet. An dessen Ende richtet ein anderer Feuerwehrmann den Strahl auf einen kleinen Kasten. Erst wenn der mit Wasser gefüllt ist, ist die Übung beendet.

Gastgeber sind schneller

Diese Vorführung war einer der Höhepunkte beim Oktoberfest, das am Mittwoch im Wenzer Dorfgemeinschaftshaus gefeiert wurde. Eingeladen hatten dazu die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr des Ortes. Mitgebracht hatten sie für den besonderen Anlass auch die alte Löschkutsche aus dem Jahr 1927, die sonst im alten Feuerwehrhaus steht. Mit ihr zeigten sie, wie Brände vor mehr als 90 Jahren gelöscht wurden. Doch damit nicht genug: Es war auch ein Wettkampf. So traten die Wenzer nämlich gegen ihre Gäste von der Partnerwehr aus Hoitlingen an. Denen wollte der Umgang mit der historischen Feuerwehrtechnik scheinbar nicht so gut von der Hand gehen, wie sich an der gemessenen Zeit zeigte. Insgesamt brauchten die Gäste aus Niedersachsen gut 3 Minuten und 43 Sekunden, bis der Wasserkasten gefüllt war. Die Wenzer schafften das bereits nach 1 Minute und 59 Sekunden.

Gut unterhalten konnten die kleinen und großen Besucher des Oktoberfestes anschließend im Saal weiter feiern. In diesem herrschte bayerisches Flair, die Farben Blau und Weiß fanden sich auf Luftballons, Tischdecken, Wimpeln und Girlanden wieder. Freie Plätze gab es nur noch wenige. Für die Gäste gab es ein reichhaltiges Büffet, zur Auswahl standen unter anderem Pellkartoffeln, die mit Gehacktes-Stippe oder Sahnehering kombiniert werden konnten. Die jüngsten Besucher konnten sich Nudeln schmecken lassen.