Apenburg l „Große Sprünge können wir in diesem Jahr nicht machen“, meinte Apenburg-Winterfelds Bürgermeisterin Ninett Schneider während der Haushaltslesung im Rat mit Blick auf die geringe Summe, die der Gemeinde von der Investitionspauschale bleibt. Von 120.700 Euro müssen 84.000 Euro an die Verbandsgemeinde abgeführt werden. Trotzdem soll mit den verbleibenden Mitteln in diesem Jahr einiges in den Ortsteilen bewegt werden.

So ist der Bau eines weiteren Spielplatzes geplant, für den 15.000 Euro im Haushalt eingestellt sind. Anträge liegen aus Hagen und Winterfeld vor. Wo zuerst gebaut wird, ist noch nicht entschieden. Doch egal, welcher Standort den Vorzug erhält, in dem anderen soll dann im nächsten Jahr für die gleiche Summe ein Spielplatz entstehen.

10.000 Euro für Apenburger Waldbad

Für die Gemeindearbeiter ist die Anschaffung eines Anhängers für 6500 Euro vorgesehen. „Damit lässt sich beispielsweise Baumschnitt besser transportieren“, erläuterte Ninett Schneider. Der Stellplatz der Container in Saalfeld soll befestigt werden. Für die Maßnahme, die schon in früheren Jahren im Haushalt auftauchte, aber nie abgearbeitet wurde, stehen 8000 Euro bereit. 700 Euro sieht der Etat für die Anschaffung von Software und den dazugehörigen Lizenzen vor, die für die Modernisierung der Leser- und Ausleihverwaltung in der Apenburger Bibliothek benötigt werden.

Im Apenburger Waldbad sind Arbeiten zur Verbesserung der Wasserqualität notwendig. Hierfür wurden 10.000 Euro bereitgestellt. Weitere 16 000 Euro sind für dieses und die folgenden Jahre für das Bodenordnungsverfahren in Apenburg vorgesehen. Mit der Summe sollen die Landeigentümer von den Kosten entlastet werden.

Ob auch eine der drei großen Investitionsvorhaben in diesem Jahr angepackt wird, steht dagegen nicht in der Macht der Gemeinde. Sowohl bei der Sanierung der Cheinitzer Straße in Apenburg als auch der Lindenstraße in Winterfeld ist die Kommune über die Gehweg- und Regenwasserkanalerneuerung zwar mit im Boot. Das letzte Wort hat aber die Landesstraßenbaubehörde (LSBB) als Träger der Straße. Und von dort gibt es noch kein Signal. „Wir stellen aber Geld, verteilt über die nächsten Jahre, im Haushalt ein, dann sind wir auf der sicheren Seite“, meinte Ninett Schneider.

Brücke für bis zu 500.000 Euro

Auch die Erneuerung der Brücke bei Hagen ist vorsorglich in den Finanzplan aufgenommen worden. Sie schlägt nach Schätzungen der Bürgermeisterin mit 300.000 bis 500.000 Euro zu Buche. Wann gebaut wird, hängt auch von der Gewährung von Fördermitteln ab.

Dem Haushalt 2019 stimmte der Gemeinderat während seiner jüngsten Sitzung einstimmig zu.