Kusey l In fünf Jahren können die Kameraden der Kuseyer Feuerwehr ein großes rundes Jubiläum feiern – dann nämlich besteht die Wehr seit 100 Jahren. Doch bis dahin ist ja noch etwas Zeit. Und der 95. Geburtstag der Wehr ist als kleines Jubiläum schließlich auch eine Feier wert. Diese stieg am Wochenende. Auf dem Programm stand neben einer Disko am Samstagabend auch ein Frühstück am Sonntag, zu dem die Bewohner des Ortes eingeladen waren.

Offiziell begann das Fest-Wochenende schon am Sonnabendnachmittag auf der Wiese hinter dem Kuseyer Feuerwehrgerätehaus. Zum Gratulieren kamen Kameraden aus zahlreichen Ortsfeuerwehren der Einheitsgemeinde Stadt Klötze. Neben Vertretern aus den Nachbardörfern Röwitz und Neuferchau waren unter anderem auch Gäste aus Immekath, Wenze und Hohenhenningen dabei, zählte Kuseys Wehrleiter Rüdiger Wuttke auf. Es habe auch Absagen aus einigen Dörfern gegeben. So sei aus Dönitz, Steimke, Kunrau und Ristedt niemand erschienen.

95 Jahre, das müsse man sich auf der Zunge zergehen lassen, sagte Rüdiger Wuttke in seinem Grußwort. Man könne stolz sein auf diese Zeit. Einige Kameraden seien mittlerweile seit 60 Jahren Teil der Kuseyer Wehr. Dazu gehören Albert Giggel, Fritz Schulz und Friedrich Schulz, die gemeinsam mit anderen Wehr-Mitgliedern am Sonnabend für ihr langjähriges Engagement ausgezeichnet wurden.

Bilder

Ständchen zum Frühstück gebracht

Er selbst sei seit 2004 in Kusey und seit nunmehr drei Jahren Wehrleiter, fuhr Rüdiger Wuttke fort. „Ich bin stolz auf die Truppe, die mich unterstützt“, sagte er und betonte, dass er sich zu 100 Prozent auf das Team verlassen könne. Traurig habe ihn gestimmt, dass kein Vertreter der Stadt Klötze an dem Nachmittag erschienen ist.

Denny Dörwald, stellvertretender Klötzer Stadtwehrleiter, stellte fest, dass die Runden bei solchen Festen immer kleiner ausfallen würden. Die Zusammenarbeit zwischen den Wehren sei manchmal noch ausbaufähig, sagte er und wünschte den Kuseyern, dass sie zu möglichst wenigen Einsätzen ausrücken müssen.

Anschließend marschierten die Kuseyer gemeinsam mit ihren Gästen zum örtlichen Saal, wo gemütliche Stunden auf dem Programm standen. Angeführt wurde der lange Zug dabei vom Immekather Spielmannszug. Am „Nie wieder“-Gedenkstein legten Wuttke und Dörwald einen Kranz nieder.

Treffpunkt war der Saal auch am Sonntagmorgen, als zum Frühstück eingeladen wurde. Am Abend zuvor stieg dort schon eine Disko. Die Sänger vom Männerchor Concordia Kusey brachten zum Geburtstag einige Ständchen, auf der Bühne sorgte später der Musikzug Mieste für die Unterhaltung der Gäste im gut gefüllten Saal. Die Gelegenheit nutzte der stellvertretende Ortsbürgermeister Jörg Ziegel, um den Brandbekämpfern im Namen des Ortschaftsrates für ihr Engagement, auch bei der Mitgestaltung des Dorflebens, zu danken. Ungezählte Stunden würden die Feuerwehrleute für die Ausbildung aufbringen. Man brauche Menschen im Ort, die ihre Freizeit opfern, um anderen im Notfall schnell helfen zu können, sagte Ziegel, der auch einen Knisterumschlag für die Gastgeber mitgebracht hatte.