Hohenhenningen l Wissen, Geschick, Ausdauer und noch viel mehr war am Sonnabend beim Manöver Schneeflocke in Hohenhenningen gefragt. Bei dieser alljährlichen Veranstaltung können die kleinen Feuerwehrmänner und -frauen aus dem Bereich der Einheitsgemeinde Stadt Klötze zeigen, was sie drauf haben. Und genau das stellten die Jungs und Mädchen an diesem Vormittag auch eindrucksvoll unter Beweis. Dabei ließen sich der Nachwuchs auch von Temperaturen um den Gefrierpunkt und eisigem Wind nicht aus dem Konzept bringen.

Ausgangspunkt des Manövers war um 9 Uhr das Dorfgemeinschaftshaus in Hohenhenningen. Dort waren zwei Stationen aufgebaut. Zum einen die „Erste Hilfe“. Hierbei mussten die Teilnehmer unter den achtsamen Augen von Elisa Lawerenz ihr medizinisches Wissen in Theorie und Praxis demonstrieren. Gefordert war zum Beispiel, einen Patienten in die stabile Seitenlage zu bringen, ihm schonend den Helm abzunehmen, einen Druckverband anzulegen und eine Herzdruckmassage zu verpassen.

4,5 Kilometer

Gleich nebenan hatten Sandra Fehse und Lisa Dierks ein Quiz vorbereitet. Innerhalb von zehn Minuten sollten 18 Fragen beantwortet werden. Diese drehten sich nicht nur um das Thema Feuerwehr, auch Allgemeinbildung war nützlich.

Die acht Teams begaben sich im Abstand von fünf Minuten auf eine 4,5 Kilometer lange Strecke. Die einen links herum, die anderen rechts herum. Über Stock und Stein ging es in Wald und Flur. Unterwegs gab es weitere Stationen. Bei Karsten Langleist ging es darum, innerhalb von zwei Minuten einen Gerätebaum aus 17 Teilen zusammenzubauen, der dann auch zehn Sekunden lang stehen bleiben sollte.

„Schlauchkegeln“ hieß es bei Kevin Borm und Stephan Gerike. Fünf Minuten gaben sie den Teilnehmern, um sechs Flaschen umzuwerfen.

Die anderen Stationen drehten sich um Basketball, Knoten und Gerätekunde.

700 Euro

Die Mannschaften kamen in diesem Jahr aus Jahrstedt, Lockstedt, Kunrau, Hohenhenningen, Kusey/Röwitz/Neuferchau, Klötze und Wenze. Übrigens nahmen die Klötzer nach längerer Pause zum ersten Mal wieder am Manöver Schneeflocke teil. In der Purnitzstadt befindet sich die Jugendfeuerwehr nämlich erst seit kurzem wieder im Aufbau. Die „Flammenhopser“ aus Hohenhenningen, die einzige Kinderfeuerwehr am Start, komplettierten das Teilnehmerfeld.

Zur Mittagszeit erreichten alle wieder das mollig warme Dorfgemeinschaftshaus. Dort gab es wärmende Getränke und Guido Koch von der Klötzer Feuerwehr bot Erbsensuppe aus der Gulaschkanone an.

Gegen 13 Uhr stand dann die Siegerehrung auf dem Programm. Dabei überreichte Klötzes Stadtoberhaupt Uwe Bartels einen Scheck über 700 Euro. Die Summe war bei der Kalender-Aktion der Sparkasse Altmark West zustandekommen. „Damit können wir sicher was anfangen“, freute sich Stadtjugendwart Benjamin Schütte. Im Verbund mit Hohenhenningens Jugendwart Daniel Krümmel verlieh er auch die Urkunden. Auf den geteilten zweiten Rang kamen Jahrstedt sowie Kusey/Röwitz/Neuferchau. Den ersten Platz sicherten sich die Seriensieger aus Kunrau.

Uwe Bartels bedankte sich für die rege Resonanz und lobte das Engagement aller Helfer und Beteiligten. „Hinter euch liegt ein langer Marsch.“ An die Kinder und Jugendlichen richtete er den Wunsch, „bei der Stange“ zu bleiben. Denn: „Feuerwehren sind enorm wichtig.“ Und zwar nicht nur, wenn es ums Löschen, Retten, Bergen und Schützen geht, sondern auch, um für den dörflichen Zusammenhalt einen Beitrag zu leisten.

In die gleiche Kerbe schlug auch Benjamin Schütte. „Behaltet das Interesse an der Feuerwehr bei. Wir brauchen euch“, sagte er, wünschte allen einen guten Heimweg und dachte schon an ein Wiedersehen im nächsten Jahr.