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Erneuerbare EnergieKlötzer Ausschuss fordert Zeitlimit von Bartels

In der Gemarkung Jahrstedt und Böckwitz sollen zwei neue Freiflächen-Photovoltaikanlagen entstehen. Der Hauptausschuss stimmte für die Bebauung.

Von Henning Lehmann 02.12.2023, 11:03
Windkraftanlagen sollen nach den Vorgaben mindestens 500 Meter von entfernt Photovoltaik-Flächen stehen. Im Fall des neuen Areals in Böckwitz wird der Abstand eingehalten. Mitarbeiter der Klötzer Stadtverwaltung haben das überprüft.
Windkraftanlagen sollen nach den Vorgaben mindestens 500 Meter von entfernt Photovoltaik-Flächen stehen. Im Fall des neuen Areals in Böckwitz wird der Abstand eingehalten. Mitarbeiter der Klötzer Stadtverwaltung haben das überprüft. Foto: Marcus Brandt/dpa

Klötze/Jahrstedt. - Der Bau von Photovoltaikanlagen in den Ortsteilen der Einheitsgemeinde Klötze stößt in der Bevölkerung nicht nur auf positive Resonanz. In der jüngsten Sitzung des Hauptausschusses bemängelten Einwohner von Schwarzendamm, dass sie vor der Informationsveranstaltung in Dönitz nicht ausreichend informiert worden seien. Ortsbürgermeister Matthias Licht, der auch Mitglied des Hauptausschusses ist, konnte die Gegenstimmen und Kritik nachvollziehen, verwies aber auch darauf, dass die 19 Hektar große Anlage dem Leitfaden der Einheitsgemeinde für den Bau von Photovoltaikanlagen entspreche. Wenn nicht auf dieser Fläche, dann eben auf einer anderen, so Licht weiter. Am Ende stimmte der Hauptausschuss einstimmig für den Bau der Anlage in der Gemarkung Dönitz.

Auch in Jahrstedt fand eine Informationsveranstaltung zu den geplanten Solarparks in Jahrstedt und Böckwitz statt. Allerdings waren nur sechs Einwohner gekommen, was der stellvertretende Ortsbürgermeister André Homeyer sehr bedauerte. Er informierte auch den Hauptausschuss darüber, dass zwischen Jahrstedt und Steimke auf einer Fläche von 27 Hektar eine Photovoltaikanlage entstehen soll.

Der Jahrstedter Ortschaftsrat hatte es sich bei der Abstimmung nicht leicht gemacht und sich mit zwei Ja-Stimmen, einer Nein-Stimme und einer Enthaltung für das Projekt entschieden.

Keine Gegenstimme

Deutlicher fiel die Entscheidung im Hauptausschuss aus. Ohne Gegenstimme wurde der Beschluss für den Solarpark Jahrstedt und auch für die acht Hektar große Anlage in Böckwitz gefasst.Eine Besonderheit des Solarparks in Jahrstedt ist, dass er in unmittelbarer Nähe zu zwei Windkraftanlagen entstehen soll. Auf die Frage von Ausschussmitglied und Stadtrat Marco Wille, ob die Verschattung und der Eiswurf (bezeichnet das Abfallen und Abwerfen von Eis von den Rotorblättern) der Windkraftanlagen negative Auswirkungen auf die PV-Anlage haben könnten, gab André Homeyer die Information weiter, dass der Planer keine Probleme sieht. Eine weitere Frage betraf den Abstand zwischen den PV-Anlagen in Böckwitz und Jahrstedt. Dieser soll mehr als die vorgeschriebenen 500 Meter betragen, wusste Homeyer zu berichten. „Wir haben das in der Stadtverwaltung geprüft und es sind mehr als 500 Meter“, bestätigte auch Einheitsgemeinde-Bürgermeister Uwe Bartels.

Steimkes Ortsbürgermeister Frank Kraskowski regte zudem an, bei künftigen Anträgen zum Bau von Photovoltaikanlagen auch die Nachbargemeinden zu informieren. Er habe nur durch Zufall erfahren, dass der Solarpark Jahrstedt direkt an Steimker Gebiet grenze, sagte er im Hauptausschuss.

Der Trippiglebener Stadtrat Joachim Klabis und sein Klötzer Kollege Klaus Ewertowski regten eine zeitliche Begrenzung für den Bau von PV-Anlagen an. Das hätte auch in den Leitfaden der Einheitsgemeinde gehört, meinte Klabis. Ewertowski wurde deutlicher. Er forderte den Bürgermeister auf, bis zur Stadtratssitzung am 12. Dezember zu klären, welchen zeitlichen Rahmen sich der Investor für das Projekt in Böckwitz vorstellt. Uwe Bartels notierte sich die Aufgabe und wird dann antworten.