VfB Klötze

Mehr Platz für Muskelmänner: Kraftsportler wollen endlich ihren Anbau

Den Kraftsportlern des VfB Klötze ist der Trainingsraum in der Zinnberghalle zu klein. Ein Anbau war geplant, droht aber aus Kostengründen zu scheitern. Im Stadtrat pochte Thomas Korell (AfD) darauf, an diesem Plan festzuhalten. Alles andere wäre eine Notlösung.

Von Markus Schulze
Der Trainingsraum in der Zinnberghalle ist den Kraftsportlern des VfB Klötze zu klein. Sie wünschen sich den ursprünglich geplanten Anbau. Nur, wenn es nicht anders geht, würden sie sich auch mit einer kleineren Variante zufrieden geben.
Der Trainingsraum in der Zinnberghalle ist den Kraftsportlern des VfB Klötze zu klein. Sie wünschen sich den ursprünglich geplanten Anbau. Nur, wenn es nicht anders geht, würden sie sich auch mit einer kleineren Variante zufrieden geben. Foto: Markus Schulze

Klötze

Mehr Platz. Das ist es, was sich die Kraftsportler des VfB Klötze schon seit Jahren wünschen. Der Trainingsraum in der Zinnberghalle ist ihnen mit 63 Quadratmetern viel zu klein. Eigentlich war vorgesehen, dass sie einen 60 Quadratmetergroßen Anbau bekommen, und zwar auf der Parkplatzseite. Zuletzt hieß es aber, dass dieses Modell aus Kostengründen vom Tisch sei. Stattdessen solle innerhalb der Zinnberghalle umgebaut und der Trainingsraum um eine Umkleide erweitert werden. Dann stünden den Kraftsportlern aber nur zusätzliche 38 Quadratmeter zur Verfügung. „Lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach“, sagte dazu Spartenleiter Günter Lüdecke. „Bevor gar nichts passiert, würden wir diese Notlösung akzeptieren.“ Im Gespräch mit der Volksstimme ließ er aber keinen Zweifel daran, dass den Kraftsportlern die große Variante lieber wäre. „Unser Wunsch ist und bleibt der Anbau.“

Genau in diese Richtung ging auch die Wortmeldung von Thomas Korell im Stadtrat. Der Fraktionsvorsitzende der AfD wies darauf hin, dass er der Kraftsport-Sparte des VfB Klötze bereits seit 21 Jahren angehöre, seither viele Rekorde aufgestellt und bei nationalen und internationalen Wettkämpfen zahlreiche Medaillen errungen habe. Doch nicht nur er, sondern auch seine Kollegen seien sehr erfolgreich, beispielsweise Günter Lüdecke, Sven Rogalski oder zuletzt Patrik Lösel, der Weltmeister wurde. Korell stellte fest: „Die Kraftsportler des VfB sind ein Mehrwert für die Stadt Klötze“, ein Aushängeschild, das die Einheitsgemeinde bestens vertrete.

Finanzen im Blick behalten

Doch: Von nichts kommt nichts. Klötze sei nicht ohne Grund zum Landesleistungsstützpunkt geworden, „denn nur durch kontinuierliches Training sind solche Erfolge möglich“, unterstrich Korell. Die Leistungssportler würden vier bis fünf Mal pro Woche trainieren. Umso wichtiger sei es, dass sich die Athleten wohlfühlen. Dafür müssten aber gute Bedingungen herrschen. Aktuell sei das nicht der Fall, wie den Äußerungen von Korell zu entnehmen war. Tenor: Der Trainingsraum ist zu eng. Für weitere Geräte fehle der Platz.

„Diese unendliche Geschichte geht bereits seit 2009“, erinnerte Korell. „Ich finde, dass damit endlich Schluss sein muss.“ Daher stelle sich die AfD-Fraktion „ganz klar“ hinter den ursprünglichen Plan, also den Anbau zur Erweiterung des Kraftraums, in den bereits Zeit und Geld investiert worden seien. Dass dieser Plan in die Tat umgesetzt wird, so machte Korell deutlich, wünsche er allen Mitgliedern der Kraftsportsparte und vor allem Günter Lüdecke. Die Sparte habe es verdient, „angemessene Trainingsmöglichkeiten“ zu bekommen.

Im Gespräch mit der Volksstimme versicherte Hauptamtsleiter Matthias Reps, um eine (schnellstmögliche) Lösung bemüht zu sein. Allerdings müsse man auch das Finanzielle im Blick behalten. Ursprünglich seien für die Maßnahme 175.000 Euro einkalkuliert worden, inklusive 100.000 Euro aus dem Leader-Programm der Europäischen Union. Weil die Baukosten gestiegen seien, müsse man jetzt aber mit dem Doppelten, also 350.000 Euro, rechnen. „Für 60 Quadratmeter ist das sehr viel Geld“, meinte der Hauptamtsleiter, der betonte: „Mir ist daran gelegen, der Kraftsportsparte ihren Wunsch zu erfüllen. Wenn es machbar ist, halten wir an der großen Lösung fest. Aktuell läuft es aber eher auf die kleine Variante hinaus.“ Darüber sei der VfB Klötze informiert und um eine Stellungnahme gebeten worden. Laut Reps gelte es, über Alternativen nachzudenken. Dazu habe es Ortstermine mit Günter Lüdecke und auch dem Planer gegeben. Der arbeite derzeit neue Varianten aus. „Dann gibt es nochmal ein Gespräch mit der Sparte“, kündigte der Hauptamtsleiter an.