Schwiesau l Mit einem symbolischen Scheck besuchten Norbert Zepig und Heinz Baldus am Mittwoch die Kita Kahnbergflitzer in Schwiesau. Die beiden Rotarier aus Gardelegen spendierten den Kindern 649 Euro für den Kauf von Bauklötzen aus Schaumstoff.

„Wir bitten jedes Jahr über die Zeitungen, uns gemeinnützige Projekte vorzustellen, die wir dann nach Möglichkeit unterstützen“, erläuterte Norbert Zepig. Das Geld dafür würde vorwiegend aus dem Glühweinverkauf der Rotarier in der Winterperiode stammen, zum Beispiel beim Weihnachtsmarkt in Gardelegen, beim Öffnen der Türen des Adventskalenders und beim Weihnachtssingen. „In der vergangenen Periode haben wir so 7500 Euro eingenommen, die auf einzelne Projekte verteilt werden“, sagte Norbert Zepig. Der heilpädagogische Kindergarten Arche Noah in Gardelegen profitierte bisher davon und das Hospiz.

Schwiesaus Kita-Chefin Nicole Reichhelm hatte ebenfalls um Unterstützung gebeten. Und weil auch Klötze mit zum Einzugsgebiet des Gardelegener Rotary Clubs zählt, stand dem nichts im Wege.

Die Kita hatte sich zum ersten Mal bei den Rotariern beworben. „Darüber haben wir uns gefreut und wollten das unterstützen“, betonte Norbert Zepig. „Wir hoffen, dass die Kinder mit den Bauklötzen viel Spaß haben und viel beim Spielen damit lernen.“

Darüber müssen sich die Rotarier keine Sorgen machen, wie die Kinder nach dem Singen zweier Lieder zum Dank für die Spende eindrucksvoll bewiesen.

Doch die Wunschliste der Kita enthält noch weitere Punkte. „Wir wollen eine neue Kita haben“, erläuterte Nicole Reichhelm. „Dafür brauchen wir neues Mobiliar.“ In einem Katalog zeigte sie einen sogenannten Outlast-Schrank, einen Schrank aus massivem Holz für den Außenbereich. Darin enthalten ein Satz Bauklötzer, ebenfalls aus massivem und haltbarem Holz. Kostenpunkt in der Grundausstattung: einige tausend Euro. Dafür bitten die Kita-Mitarbeiterinnen um weitere Spenden von Privatleuten oder Institutionen. „Wünsche haben wir viele“, sagte Nicole Reichhelm. „Aber wir wollen erst abwarten, wie sich das entwickelt.“

Indes geht es mit den Vorbereitungen für die neue Kita voran. Vorgesehen ist ein Gebäude in Containerbauweise. „Derzeit ist das Konzept in Arbeit, die Abstimmungen mit dem Jugendamt laufen“, informierte auf Nachfrage der Volksstimme Hauptamtsleiter Christian Hinze-Riechers.

Unklar ist indes, wo die neue Container-Kita stehen wird. „Entweder Abriss des jetzigen Gebäudes, wobei dann fraglich ist, wo wir zwischenzeitlich unterkommen“, sagte Nicole Reichhelm, „oder die Container werden dort aufgestellt, wo jetzt der Schuppen ist.“