Apenburg l Es war im Sommer 2015, als die Rittlebenerin Tine De Schutter erstmals das Angebot der Biogas Rittleben GmbH zur Beheizung des Apenburger Waldbades auf den Tisch des Gemeinderates brachte. Die Offerte klang verlockend: Der Anschluss sollte nichts kosten, die Kosten für die Wärmeabnahme würden auf 9000 Euro im Jahr gedeckelt, und wenn nichts abgenommen wird, braucht auch kein Cent bezahlt zu werden. Eigentlich Konditionen, bei denen jede Gemeinde sofort zugreifen würde. Schließlich zeigt das Beispiel des Stölpenbades in Beetzendorf, wie durch das beheizte Wasser die Attraktivität der Freizeiteinrichtung gesteigert und die Besucherzahlen erhöht werden können.

Doch nicht so in Apenburg-Winterfeld. Trotz der Tatsache, dass der Biogasanlagen-Betreiber die Kostendeckelung noch einmal auf 7500 Euro gesenkt und sich der Rat im April 2017 grundsätzlich mit dem Angebot des Wärmeanschlusses einverstanden erklärt hat, ist der Vertrag bis heute nicht unterzeichnet. Mal hieß es, man wisse nicht, wo der Vertrag gerade liegt, dann wieder, er müsse noch einmal überarbeitet werden, weil er nicht mehr auf dem aktuellen Stand sei.

Geänderte Vertragsfassung

Zumindest Letzteres ist offenbar erledigt, wie Bürgermeister Harald Josten am Dienstagabend während der Einwohnerfragestunde der Ratssitzung auf Nachfrage des Apenburgers Sven Schüler mitteilte. Allerdings sei ihm die geänderte Fassung „bis dato noch nicht vorgelegt worden“. Dies habe Ratsfrau Tine De Schutter erledigen wollen, doch die hatte sich krankheitsbedingt kurzfristig entschuldigt.

Statt dessen sorgte das Apenburger Waldbad am Dienstagabend anderweitig für Diskussionen. Die Winterfelderin Ninett Schneider wies auf die mit 17.000 Euro recht hohen Personalkosten für die nach Einsatzstunden bezahlten Rettungsschwimmer hin, die laut Abrechnung für 2017 zu Buche stehen. „Eine ziemlich hohe Summe, wenn man bedenkt, dass wir fast gar keinen richtigen Sommer hatten“, meinte sie und mahnte dazu, die Kostenkontrolle nicht aus dem Blick zu verlieren. Auch dass im vergangenen Jahr zwar 1000 Besucher mehr im Bad gezählt wurden, die Einnahmen aber um 1000 Euro gesunken sind, sei für sie nicht nachvollziehbar.