Klötze l 118 gut besuchte Informationsveranstaltungen haben Henning Kipp und Christian Pospiech vom Zweckverband Breitband Altmark (ZBA) inzwischen absolviert. Am Donnerstag rührten sie zusammen mit Klötzes Bürgermeister Uwe Bartels noch einmal die Werbetrommel für den Abschluss der Vorverträge mit dem Netzbetreiber DNS:Net.

Im Kern geht es darum, dass der ZBA mit Fördermitteln ein Glasfasernetz in der Altmark installieren will, das zukunftsfähige Internetgeschwindigkeiten garantiert. Mit dieser Technik kann der Glasfaseranschluss bis in jeden Haushalt verlegt werden, in dem derzeit keine Internet-Geschwindigkeit von 30 Megabit erreicht wird – den sogenannten weißen Flecken. Um jetzt in den Genuss der Fördermittel zu kommen, müssen Interessenten einen Vorvertrag mit dem Netzbetreiber abschließen.

Am 28. Februar läuft die Frist ab

Denn erst wenn eine bestimmte Anzahl Verträge abgeschlossen sind, kann das Projekt überhaupt realisiert werden. Bis zum 28. Februar besteht dazu nach derzeitigem Stand der Dinge noch die Möglichkeit.

Wie viele Vorverträge bereits unterzeichnet sind, vermochte Projektleiter Henning Kipp am Donnerstag im Rathaus allerdings nicht zu sagen. „Wir wissen noch nicht genau, wo wir stehen“, erläuterte er. „Wir bauen das Netz, DNS:Net betreibt es und schließt die Verträge ab.“ Dafür ist noch eine Woche bis Ende Februar Zeit. ZBA und DNS:Net biegen quasi auf die Zielgerade ein. Erst Anfang März können dann die Karten auf den Tisch gelegt und kann gesagt werden, wie viele Altmärker einen Vorvertrag abgeschlossen haben.

Als Knackpunkt könnten sich die explodierenden Tiefbaukosten erweisen. Denn erst wenn auch die bekannt sind, kann auch wirklich mit der Anzahl der Vorverträge kalkuliert werden, wie Henning Kipp einräumte. Er betonte: „Deshalb müssen wir möglichst viele Interessenten mit ins Boot holen. Vom Bund gibt es außerdem die Aussage, dass kein Projekt sterben wird. Wir sind deshalb sehr zuversichtlich.“

Verschickte Formulare irritierten Interessent

Im Januar und auch noch im Februar verschickte der Netzbetreiber wiederholt Formulare für Vorverträge an alle Haushalte in den weißen Flecken. Das aber irritierte viele Interessenten, die bereits einen solchen Vorvertrag abgeschlossen haben. Sie dachten nicht selten, ihr Vertrag wäre nicht angekommen und es laufe etwas schief.

Die praktizierte Verfahrensweise begründete Uwe Bartels so: „Es ist einfacher, jeden anzuschreiben als nur diejenigen, die noch nicht unterschrieben haben.“

Insgesamt sind von Bund und Land in diesem Monat 118 Millionen Euro an Fördergeldern zugesagt worden, die Landesregierung trägt davon 24 Millionen Euro, rechnete Henning Kipp vor.

Den weiteren groben zeitlichen Ablauf des Projekts umriss er wie folgt: „Wir gehen davon aus, dass wir bis Mitte März konkrete Zahlen über die abgeschlossenen Vorverträge erhalten. Bis Ende März, Anfang April werden dann die Zuschläge für Planungsleistungen zur Ausführung der Arbeiten und Genehmigungen erteilt. Ende des dritten Quartals 2019 werden die Baulose vergeben, damit im vierten Quartal in allen Projektgebieten der Baustart erfolgen kann.“

Bis zur Fertigstellung des Glasfasernetzes hat der ZBA rund zwei Jahre veranschlagt. „Da es sich um ein Pilotprojekt handelt, dauert es erfahrungsgemäß etwas länger“, erläuterte Uwe Bartels.

Wo zuerst mit dem Verlegen des Glasfaserkabels begonnen wird, legt der Planer fest. Kipp: „Wir wollen möglichst schnell viele Menschen anschließen.“