Klötze l So ein Treffen hat es in der großen Runde noch nicht gegeben: Neben den Männern der Einsatztruppe der Klötzer Ortsfeuerwehr waren auch aktive Feuerwehrmänner aus Wenze, Kunrau und Immekath ins Klötzer Feuerwehrhaus zur Technik-Präsentation gekommen und darüber hinaus sogar Vertreter der Gardelegener Wehr. „Wenze und Kunrau verfügen selbst über Rettungstechnik, und die Immekather Wehr arbeitet bei Einsätzen mit uns zusammen. Deshalb wollen wir auch gemeinsam darüber entscheiden, welche Geräte eventuell neu angeschafft werden“, erklärte Klötzes neuer Ortswehrleiter Matthias Veit, der Ende des Monats auch zum neuen Stadtwehrleiter ernannt werden soll.

Die Präsentation der Geräte einer Firma aus Erlangen war die erste von mehreren Produktvorführungen. Referent Marcel Weiß, 38 Jahre alt und selbst aktives Mitglied einer Feuerwehr im Münsterland, hatte Scheren und Spreizer sowie Hydraulikzylinder verschiedener Kraft- und Leistungsniveaus mitgebracht. Erklärte er diese anfangs anschaulich, war es danach die Aufgabe der Feuerwehrleute, die Technik an Schrottautos zu testen. Um einen direkten Vergleich zum aktuell bei Einsätzen verwendeten Rettungssatz (Baujahr 1992) der Feuerwehr Klötze zu erhalten, kam das am gleichen Bauteil desselben Autowracks zum Einsatz. Ergebnis: Der Kamerad mit dem Testgerät hatte den einen hinteren Träger des Autodaches deutlich schneller durchtrennt als sein Kollege den anderen und kam mit der Handhabung der neuen Schere offensichtlich bestens zurecht. Auch den anderen Kameraden gingen die Übungen mit den Testgeräten gut von der Hand.

„Die Technik ist schon sehr gut“, schätzte Veit im Einvernehmen mit seinen ehrenamtlichen Kollegen ein. Besonders der Betrieb über Akkus habe beeindruckt. „Damit hatten wir bis jetzt noch keine Erfahrung. Es ist auf jeden Fall eine überlegenswerte Sache, da dann beim Einsatz keine störenden Kabel im Weg sind.“

Welche neue Rettungstechnik es am Ende einmal sein wird, soll erst entschieden werden, wenn weitere Produktvorführungen stattgefunden haben. „Und dann entscheidet die Stadtwehrleitung gemeinsam“, sagte Veit. Unter anderem könnte der neue Rüstwagen, dessen Ausschreibung für dieses Jahr geplant ist, mit einem neuen Rettungssatz ausgestattet werden. Dass das Fahrzeug noch im Jahr 2019 komme, sei indes unwahrscheinlich, da die Herstellerfirmen derzeit eine Lieferzeit von zirka 16 Monaten hätten. Deshalb solle es Ziel sein, immerhin die Bestellung schon dieses Jahr auszulösen.