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Aufstieg und Fall einer Legende Vom Klötzer „Bretterknaller“ zum Traubenwein

Eine ungeahnte Blüte erlebte der Obstanbau in und um Klötze in der Altmark und damit verbunden die Verarbeitung der Früchte in den ersten zwei Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts. Welche Rolle Weintrauben aus Süddeutschland dabei spielten.

Von Meike Schulze-Wührl 11.12.2025, 15:35
Der Briefbogen zeigt, zu welch großem Unternehmen die Weinkellerei in den 1920er Jahren gewachsen war. Möglich wurde das, weil die Genossenschaftler anfangs unter großen persönlichen Opfern gewirtschaftet und sich uneigennützig in den Dienst des Unternehmens gestellt hatten.
Der Briefbogen zeigt, zu welch großem Unternehmen die Weinkellerei in den 1920er Jahren gewachsen war. Möglich wurde das, weil die Genossenschaftler anfangs unter großen persönlichen Opfern gewirtschaftet und sich uneigennützig in den Dienst des Unternehmens gestellt hatten. Repro: Meike Schulze-Wührl

Klötze - Dieses Jahr ist es 130 Jahre her, dass der Arzt Dr. Görges mit dem Obstbau in Klötze begonnen hat. Im Laufe der nächsten Jahre wuchs die Fläche, die er der Gemarkung nach „Gut Hasselbusch“ nannte, von anfangs 4,5 Hektar auf mehr als 100 Hektar an. Ein beeindruckender Aufschwung, der Jahrzehnte anhielt. Und doch gibt es den „Bretterknaller“, wie der Apfelwein scherzhaft genannt wurde, nicht mehr.