Kusey l Die lahme Internetgeschwindigkeit, die vielerorts in der Altmark zu wünschen übrig lässt, hat in seltenen Fällen mal eine gute Seite. Diese lernten die Viertklässler in Kusey jetzt kennen. Sie nahmen an dem Wettbewerb des ZBA namens „Speedy! Schüler werden Entwickler“ teil – und landeten auf dem zweiten Platz.

„Es gab einen Aufruf, die Internetgeschwindigkeit zu messen“, berichtete Lehrerin Sandra Trikaliotis. „Vom Zweckverband bekamen wir dafür eine Speedy-Box, die an die digitale Tafel angeschlossen werden musste. Dann wurde uns die Geschwindigkeit der Datenübertragung angezeigt.“

Doch von Geschwindigkeit konnte da nur bedingt die Rede sein, wie ein Vergleich zeigte: Bei der Jeetze-Schule in Salzwedel betrug die Datenübertragung über 30 Mbits pro Sekunde, in Kusey waren es 9 bis 14 Mbits, wie Sandra Trikaliotis informierte.

Das Ergebnis der Messung übermittelte die Lehrerin an den ZBA. „Am letzten möglichen Tag“, sagte die Lehrerin. Für Andreas Kluge, Geschäftsführer des Zweckverbandes, waren die Kuseyer dennoch mit die schnellsten, die ihr Ergebnis durchgaben. „Die Internetversorgung in Kusey ist generell nicht so gut“, wusste er. Den Schülern dankte er, weil sie mitgeholfen haben, die Internetgeschwindigkeit zu ermitteln. „Ziel des Wettbewerbs ist es, euch zu zeigen, dass ihr selber etwas tun und die Geschwindigkeit ermitteln könnt“, erläuterte Kluge.

Für den 2. Platz bekamen die Kinder richtig viel Geld. Sie konnten sich über einen Scheck in Höhe von 500 Euro freuen. Spendiert hat das Geld der Internet-Service DNS:NET, der für den ZBA das Breitbandnetz in der Altmark aufbaut. Zudem bekam jedes Kind eine Silbermedaille umgehängt.

Sandra Trikaliotis wusste auch gleich, was mit dem Preisgeld angeschafft wird: „Das Geld fließt in die Technik unseres Computerraumes“, sagte sie, „beispielsweise brauchen wir noch einen Beamer.

Glückwünsche zum 2. Platz gab es auch von Klötzes Bürgermeister Uwe Bartels. Er versprach: „Wir von der Stadt werden dafür sorgen, dass die Computertechnik aufgefrischt wird. Das steht auch so im Haushaltsplan.“ Und mit Blick auf den ZBA: „Glasfaserkabel bis zum Endabnehmer ist wichtiger, als manche halbe Sache, die hier praktiziert wird.“

Zum Abschluss gab es noch eine Überraschung für den Bürgermeister: Uwe Bartels feierte gestern nämlich Geburtstag. „Woher wisst ihr das denn?“, fragte er. Von den Lehrern bekam er ein kleines Geschenk überreicht. Die Schüler sangen für ihn Happy Birthday.

Den 1. Platz bei dem Wettbewerb belegte übrigens die Perver Grundschule in Salzwedel, den dritten Rang die Ganztagsgrundschule Stendal.