Sanierung geplant

Zündende Ideen für die Zukunft des Klötzer Altmarksaals sind gefragt

Der Altmarksaal in Klötze soll modernisiert werden. Um Bürgern die Möglichkeit zu geben, ihre Ideen und Anregungen äußern zu können, soll auf die städtische Homepage ein Fragebogen gestellt werden.
Der Altmarksaal in Klötze soll modernisiert werden. Um Bürgern die Möglichkeit zu geben, ihre Ideen und Anregungen äußern zu können, soll auf die städtische Homepage ein Fragebogen gestellt werden. Foto: Markus Schulze

Klötze

Von Markus Schulze

Wer für eine Veranstaltung viel Platz braucht und mit vielen Gästen rechnet, der bucht den Altmarksaal. Das Objekt an der Breiten Straße darf wohl mit Fug und Recht als Klötzes Partytempel bezeichnet werden. Hier wird, wenn kein Coronavirus dazwischenfunkt, nicht nur Karneval gefeiert, sondern auch die Jugendweihe. Hinzu kommen die Aufführungen der Theatergruppe, der Weihnachtsmarkt, das Frauenfrühstück, der Reformationstag und zahlreiche weitere Events. Allerdings ist der Altmarksaal in die Jahre gekommen. Eine Modernisierung könnte nicht schaden. Schon seit Jahren hält die Stadt Klötze dafür rund 800.000 Euro im Haushaltsplan bereit. Das Vorhaben soll über die Städtebauförderung umgesetzt werden. Ein Großteil der Investition, rund 500.000 Euro, würde dann über Fördermittel abgedeckt.

Nachdem zum Thema lange nichts zu hören war, kommt nun Bewegung in die Sache. Wie Hauptamtsleiter Matthias Reps im Stadtrat mitteilte, sei der Altmarksaal kürzlich vermessen worden.

Gemeindezentrum oder Kongresszentrum

Die ermittelten Daten sollen digital aufbereitet und auf verschiedene Weise dokumentiert werden. Dabei werde von allen Etagen und Räumen das Aufmaß genommen. Dies sei für das weitere Vorgehen und auch den Brandschutz zwingend erforderlich, informierte der Hauptamtsleiter. Die Vermessung schlage mit 1,6 Prozent der gesamten Auftragssumme zu Buche, erfuhren die Stadträte.

Angedacht sei, die Einwohner in die Planungen einzubeziehen. Laut Reps werde in Zusammenarbeit mit dem Sanierungsträger, der Sachsen-Anhaltischen Landesentwicklungsgesellschaft (SALEG), auf der städtischen Homepage eine Möglichkeit geschaffen, um Ideen äußern zu können. Dabei handele es sich um einen Evaluierungsbogen. „Da kann sich jeder Bürger verwirklichen“, versprach der Hauptamtsleiter. Unter anderem solle überlegt werden, welche Funktion der Altmarksaal eigentlich erfüllen soll, etwa ein Kongresszentrum oder ein Gemeindezentrum? Weitere Vorschläge seien willkommen, versicherte Reps.