Magdeburg l Die Schulen, die den einstigen Berufsschulkomplex unweit des Baudezernats genutzt haben, sind inzwischen weitergezogen. Zuletzt hatten hier die Neue Schule in freier Trägerschaft und die kommunale Grundschule Kritzmannstraße ihren Ausweichstandort.

Stille kehrt an dem Standort dennoch nicht ein. Ab dem neuen Schuljahr, das am 27. August beginnt, nimmt hier das neue Gymnasium in kommunaler Trägerschaft seinen Betrieb auf. Für einen Zeitraum von etwa drei Jahren zieht das neue Gymnasium in Haus C. Die Renovierungsarbeiten, heißt es aus der Stadtverwaltung, sind weitestgehend abgeschlossen. Zuletzt stand die Grundreinigung des Gebäudes auf dem Ferienprogramm. Die Schulleitung und der Elternrat seien in die Renovierungsarbeiten mit einbezogen worden. Unter anderem muss das Mobiliar an den neuen Schulstandort gebracht werden. In diesem Monat werde die Neuausstattung geliefert. Dazu gehören zum Beispiel das Mobiliar für Klassenräume und für die Fachunterrichtsräume Naturwissenschaft und Kunst, Hard- und Software für den Fachunterrichtsraum Informatik, ein interaktives Whiteboard, Bibliotheksregale, die Speiseraumausstattung und Lehr- und Lernmittel.

Land schickt die Lehrer

Martin Hanusch ist Sprecher des Kultusministeriums. Er berichtet über den Stand der Vorbereitungen im Landesschulamt: „Das Verfahren läuft und es wird entsprechend alles vorbereitet. Wir sind hier also auf einem guten Weg.“ Die Stelle des Schulleiters ist ausgeschrieben worden und es liegen mehrere Bewerbungen vor. Bewerbungsschluss war der 20. Juli. Das Auswahlverfahren soll mit Beginn des Schuljahres durchgeführt werden. Und auch die Stelle des Koordinators für schulfachliche Aufgaben wird vor Beginn der Vorbereitungswoche zum neuen Schuljahr besetzt. Es ist vorgesehen, dass die Koordinatorin zunächst Schulleitungsaufgaben wahrnimmt. „Die Lehrkräfte des neuen Kollegiums, soweit sie aus anderen Schulen des Landes kommen, sind bereits versetzt worden. Neueinstellungen aufgrund der Ausschreibungen werden noch vor Beginn des Schuljahres vollzogen“, berichtet der Sprecher des Kultusministeriums.

In einem Gespräch mit der Volksstimme hatten Schülersprecher des künftig eigenständigen Gymnasiums gefordert, dass es genügend Platz für die Pausen geben müsse. Dies dürfte auf dem Gelände des Schulkomplexes gewährleistet sein. Gelobt hatten sie seinerzeit auch den Vorteil, zwar die Versuchkaninchen, dennoch stets die ältesten Schüler an der neuen Schule zu sein.

Nachwuchs ist sicher

Dass ein neuer Standort notwendig sein würde, war seit langem klar: Als das neue Gymnasium vor zwei Jahren als Außenstelle von „Einsteins“ an den Start ging, waren drei fünfte Klassen dabei. Mit jedem Jahr kommen bei diesem Aufwachsen der Schule neue Klassen hinzu. Angesichts der vor Jahren noch nicht erwarteten Zahlen von Kindern und der inzwischen geltenden Wahlfreiheit für die Schulform wird auch in den kommenden Jahren genügend Nachwuchs für die unteren Klassen der Schule vorhanden sein. Die Stadtverwaltung hatte ursprünglich einen Neubau direkt neben dem Rathaus favorisiert. Dann allerdings wäre keine Nutzung von Fördergeldern für die energetische Sanierung von Schulen nutzbar gewesen. Dies hatte der Stadtrat mehrheitlich zum Anlass genommen, die Einrichtung des Gymnasiums am alten Standort Lorenzweg einzufordern.