Magdeburg l Die Sanierung der Autobahn 2 bei Magdeburg liegt im Zeitplan. Als nächstes soll damit begonnen werden, Schotter auf die Richtungsfahrbahn Hannover aufzubringen. „Die alte Betonfahrbahndecke ist komplett aufgenommen, der alte Schotter ist ebenso bereits entfernt“, erklärt Steffen Kauert, Projektleiter der Sanierungsarbeiten bei der Landesstraßenbaubehörde (LSBB). In diesen Tagen wurden Bodenverbesserungsarbeiten ausgeführt und zuvor alle Entwässerungsanlagen protokolliert.

Mit dem Aufbringen der neuen Schotterschicht wird die Grundlage für Arbeiten zur neuen Fahrbahndecke gelegt. Zunächst wird eine Asphalttragschicht aufgebracht, danach kommt die Betonfahrbahndecke. Der Betonbau soll Ende August 2020 beginnen. Das bedeutet dann auch, dass die Auffahrt Hannover an der Anschlussstelle Magdeburg-Zentrum für etwa eine Woche gesperrt wird, so Kauert. Vorgesehen ist, den Verkehr für diese Zeit zunächst in Fahrtrichtung Berlin zu leiten, um dann an der Anschlussstelle Magdeburg-Rothensee drehen und in Richtung Hannover wieder auf die Autobahn auffahren zu können. Die Abfahrt Magdeburg-Zentrum soll frei bleiben.

Neue Fahrbahn kostet 17 Millionen Euro

Steffen Kauert ist optimistisch, dass alles wie vorgesehen klappt: „Wir liegen aktuell im Zeitplan“, so der Projektleiter. Vor Weihnachten 2020 sollen die Arbeiten entsprechend abgeschlossen sein, der Verkehr wieder ohne Beeinflussung in Richtung Hannover fließen können. Derzeit teilen sich beide Fahrtrichtungen die Fahrspuren, die sonst dem Verkehr nach Berlin vorbehalten sind.

Zwischen Magdeburg-Rothensee und dem Kreuz Magdeburg bekommt die Richtungsfahrbahn Hannover auf einer Länge von rund sieben Kilometern eine neue Betondecke. Die alte war in die Jahre gekommen und musste ausgetauscht werden. Rund 17 Millionen Euro werden in die Sanierung investiert.

Weiterhin laufen derzeit Reparaturen an der nördlichen Elbebrücke bei Hohenwarthe. Hier wurden 2014 Spannungsrisse entdeckt. An mehreren Stellen waren verschiedene Verfahren der Reparatur getestet und über längere Zeit überwacht worden. Die erprobte Konstruktion wird nun in die Brücke eingebaut. Diese Arbeiten werden voraussichtlich bis Mai 2021 dauern und zwei Millionen Euro kosten.