Sport

Als sich Schwimmerinnen in Magdeburg auf Welt-Erfolge vorbereiteten

Einst waren sie Kontrahentinnen bei Wettkämpfen auf Weltklasse-Niveau. Nun kehrten frühere Schwimmerinnen als Bekannte und Freunde an ihre ehemaligen Trainingsstätten zurück. Am Wochenende war Magdeburg an der Reihe.

Von Christina Bendigs
Ehemalige Weltklasse-Schwimmerinnen haben am Sonnabend die Elbehalle besucht und kehrten auch zurück in den Schwimmkanal.
Ehemalige Weltklasse-Schwimmerinnen haben am Sonnabend die Elbehalle besucht und kehrten auch zurück in den Schwimmkanal. Foto: Petra Rosenkranz

Magdeburg - 48 Gold-, Silber- und Bronze-Medaillen von Olympischen Spielen, Welt- sowie Europameisterschaften der 1960er, 1970er und 1980er Jahre sind jetzt in Magdeburg vereint gewesen – oder zumindest deren Trägerinnen. Denn ehemalige Schwimmerinnen, die in Magdeburg Trainingscamps und Wettkämpfe ausgetragen hatten, kehrten nach Magdeburg zurück. Und irgendwie schließt sich damit in diesem Jahr auch ein Kreis. Denn die Schwimmerin Martina Abresch (geborene Grunert) schwamm 1964 bei den Olympischen Spielen in Tokio mit und erreichte dort einen fünften Platz. Ein Besuch in der Elbeschwimmhalle war nun natürlich obligatorisch, und natürlich wagten die Frauen auch den Sprung ins kühle Wasser. Um die Wette seien sie dieses Mal jedoch nicht geschwommen, „aber einige waren trotzdem die Schnellsten im Becken“, erzählen die Frauen schmunzelnd. Auch in den Schwimmkanal in der Elbehalle durften sie noch einmal. „Das kam natürlich gut an“, berichtet Angela Franke.

Alle Teilnehmerinnen des Treffens sind nach wie vor mit dem Schwimmen verbunden, gehen noch regelmäßig schwimmen. An ihre Erfolge können sie sich noch gut erinnern und auch an das Training. „Magdeburg war Austragungsort wichtiger Länderkämpfe und Meisterschaften, und alle freuten sich darauf, das heutige Magdeburg zu erleben“, erzählt Angela Franke. Und während die Frauen früher auch Kontrahentinnen waren, konnten sie nun Jahrzehnte später ganz entspannt und ohne Druck die Halle besichtigen.

Auch ein Empfang bei Oberbürgermeister Lutz Trümper stand auf dem Programm

Ein Besuch bei Oberbürgermeister Lutz Trümper mit Erinnerungsfoto auf den Rathaustreppen stand ebenso auf dem Programm wie die Besichtigung der Stadt. Außerdem unternahmen die Frauen, die von ihren Partnern begleitet wurden, eine Drachenbootstour auf der Elbe, ehe sie im Café Treibgut den Abend ausklingen ließen.

Es ist bereits das vierte Wiedersehen der Frauen, die seit einigen Jahren ehemalige Trainings- und Wettkampfstätten besuchen. Geboren wurde die Idee bei einem großen Schwimmertreffen in Leipzig. Danach machten sich sieben Frauen auf den Weg zum früheren Höhentrainingslager auf dem Belmeken, eine Trainingsstätte in Bulgarien. Die Idee sprach sich herum. Bei den Folgetreffen stießen mehr und mehr Schwimmerinnen dazu. Die Treffen fanden inzwischen auch in Chemnitz und Leipzig statt. Nun war Magdeburg an der Reihe. Von der Landeshauptstadt an der Elbe waren die Mitreisenden begeistert. Nun dürfen sie gespannt sein auf die nächsten Treffen.

Auch  von Magdeburgs Oberbürgermeister Lutz Trümper wurden die Frauen empfangen.
Auch von Magdeburgs Oberbürgermeister Lutz Trümper wurden die Frauen empfangen.
Foto: Petra Rosenkranz