Magdeburg (ag) l "Wir sind unendlich traurig über den Tod von Birma, unserer asiatischen Elefantenkuh", erklärte Magdeburgs Zoo-Chef Kai Perret am Mittwoch. "Birma war nicht nur ein Elefant, sie war eine Berühmtheit in Magdeburg und für alle Besucher des Zoos. Sie war der Inbegriff unseres Zoos."

Birma, geboren 1970 in Sri Lanka und seit Januar 1973 im Zoo Magdeburg, ist am Mittwochmorgen im Alter von 48 Jahren im Magdeburger Zoo aufgrund von Altersschwäche eingeschläfert worden.

Tierarzt oft bei Elefantenkuh

Birma stand in den vergangenen Wochen immer wieder wegen unterschiedlicher Beschwerden in tierärztlicher Behandlungen, was aber dem Alter entsprechend keine wirkliche Besonderheit dargestellt habe. Ihr Appetit sei in dieser Zeit etwas zurückhaltend gewesen. Birma bekam Schmerzmittel, weil sie auf den Hinterbeinen nicht richtig lief.

Am Mittwochmorgen fanden die Tierpfleger Birma liegend im Elefantenhaus und konnten sie nicht bewegen, selbstständig aufzustehen. Mit vereinten Kräften, zwei Radladern und tierärztlicher Unterstützung wurde versucht, Birma wieder auf die Beine zu bekommen – jedoch alle Versuche scheiterten. Ihre Kräfte schwanden in kürzester Zeit. „Die schwere, dann auch unvermeidliche Entscheidung haben wir dann im gesamten Team getroffen“, äußerte sich Dr. Perret.

Die afrikanische Kuh Mwana, die damals von Birma als junger Elefant „adoptiert“ wurde, hat die Gelegenheit bekommen, sich von Birma zu verabschieden. „Wir werden nun in Ruhe im Team überlegen, wie es mit Mwana weitergeht“, so Dr. Perret. „Wir wissen nicht, wie Mwana den Verlust ihrer Ziehmutter verarbeitet. In den nächsten Tagen wissen wir mehr. Auch sie benötigt jetzt etwas Zeit, mit der Situation umzugehen.“