Protestaktion

Anti-Rassismus-Demo in Magdeburg

Rund 1500 Teilnehmer haben sich in Magdeburg einer Demonstration gegen Rassismus und Polizeigewalt angeschlossen.

Von Stefan Harter 06.06.2020, 18:55

Magdeburg l  Gut 1500 Teilnehmer zählte eine Demo gegen Rassismus und Polizeigewalt, die am Nachmittag des 6. Juni 2020 durch die Magdeburger Innenstadt zog. Treffpunkt für die von verschiedenen Organisationen, wie der Seebrücke Magdeburg, Solidarisches Magdeburg, Fridays for Future und den Falken, initiierte Protestaktion war der Willy-Brandt-Platz vor dem Hauptbahnhof.

Anlass der Demo war der Tod des Afro-Amerikaners George Floyd durch einen Polizisten, der seit über einer Woche unter dem Slogan "Black Lives Matter" für massive Proteste in den USA und mittlerweile auf der ganzen Welt sorgt.

Aufgrund der geltenden Kontaktbeschränkungen der Landesverordnung zum Schutz vor dem Coronavirus zogen die Teilnehmer in vier einzelnen Blöcken über die Otto-von-Guericke-Straße, Hasselbachplatz und Breiter Weg zum Domplatz. Dort knieten die Demonstranten nieder und reckten die Fäuste in Richtung Landtag. Während mehrerer Schweigeminuten herrschte trotz der großen Zahl an Menschen absolute Stille auf dem Platz. Dann wurden die Namen jener vorgelesen, die durch den Einsatz von Polizisten ums Leben gekommen sind.

Während der gut zweistündigen Demo kam es zu Verkehrseinschränkungen im Innenstadtbereich, vor allem entlang der Laufroute. Auch die Straßenbahnen der Magdeburger Verkehrsbetriebe standen zeitweise still.