Magdeburg l Mit dem Bebauungsplan „Frankefelde Ostseite“ (Nr. 354-1) sollen die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, dass der Stadtteil um ein neues Eigenheimgebiet erweitert wird. Pläne dazu haben 2017 bei der öffentlichen Vorstellung für Diskussionen unter Anwohnern gesorgt: Sie befürchteten durch eine angedachte Anbindung der neuen Siedlung an die Gernröder Straße, dass viele Autofahrer aus Richtung Lemsdorf über die neue Straße im Plangebiet sowie die Bebelstraße in Richtung Halberstädter Chaussee abkürzen würden und regten Maßnahmen für eine Verkehrsberuhigung an. Auf die Kritik, die u. a. während einer Bürgerversammlung geäußert wurde, hat die Verwaltung reagiert und den Entwurf geändert. Demnach wird die Gernröder Straße nur über einen Fuß- und Radweg an das neue Bebauungsgebiet angeschlossen und somit der befürchtete Schleichverkehr verhindert. Die verkehrliche Erschließung soll über die Bebelstraße, Wilhelm-Diek-Straße, Albert-Fischer-Straße und St.-Stephani-Straße erfolgen. Die Straßenführung des Entwurfs nimmt somit die Straßenführung der angrenzenden Wohngebiete auf und führt sie weiter, heißt es von der Verwaltung in einer Zwischenabwägung zum Bebauungsplan.

Wie in den umliegenden Wohngebieten ist auch in der neuen Straße des Plangebiets eine Tempo-30-Zone vorgesehen. Außerdem werden verkehrsberuhigende Maßnahmen wie das Pflanzen von Bäumen im öffentlichen Verkehrsraum im Rahmen der Erschließungsplanung und dem städtebaulichen Vertrag festgelegt.

Von einer von Anwohnern gewünschten Verkehrszählung sieht die Verwaltung ab. Denn sie teilt die Befürchtung eines erhöhten Verkehrsaufkommens durch die Bewohner der neuen Siedlung nicht, „da der Anwohnerverkehr über mehrere angebundene Straßen abfließen kann“, wie es in einer Zwischenabwägung zum Bebauungsplan heißt.

95 neue Baugrundstücke

Insgesamt 95 Baugrundstücke sind im über 90 000 Quadratmeter fassenden Bebauungsgebiet „Frankefelde Ostseite“ vorgesehen, auf denen je nach Größe zweigeschossige Einfamilien- und Doppelhäuser entstehen sollen, wobei sich die Geschosshöhe laut B-Plan-Entwurf an die nähere Umgebung anpasst. Das Baugebiet ist der letzte Teil eines Gesamtbebauungsplanes, der Mitte der 1990er Jahre erstellt wurde.

Der Entwurf muss noch den Bau- und Umweltausschuss passieren, ehe er dem Stadtrat am 24. Januar vorgelegt und anschließend öffentlich ausgelegt wird.