UPDATE 03.02.2021, 13.53 Uhr: Wie die Staatsanwaltschaft Magdeburg am Mittwochmittag mitteilte, sei die Freilassung des Tatverdächtigen nicht auf Anordnung der Staatsanwaltschaft geschehen. Hierbei handelte es sich um eine Falschinformation. Der Fall wird aktuell geprüft.

Magdeburg (tch/tn) l Eine unheimliche Brandserie in Magdeburg nimmt keine Ende. In der Nacht zum Mittwoch brannte es gegen 2 Uhr erneut im Olvenstedter Gneisenauring. Für die Einsatzkräfte keine unbekannte Adresse: Hier hatten in den letzten Tagen bereits mehrfach Mülltonnen gebrannt. Nun der traurige Höhepunkt, in einem der Mehrfamilienhäuser wurde Feuer im Keller gelegt.

Noch vor Ankunft der Feuerwehr hatten sich mehrere Mieter mit Kindern auf den Armen selber in Sicherheit gebracht. Insgesamt 16 Personen mussten vom Rettungsdienst untersucht werden. Glücklicherweise wurde niemand verletzt. Wie Feuerwehr und Polizei vor Ort mitteilten, seien mehrere Kellerverschläge in Flammen aufgegangen. Brandstiftung gelte als wahrscheinlich.

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Doch die Brandserie könnte nun ein jähes Ende finden, denn die Polizei stellte vor Ort einen mutmaßlichen Tatverdächtigen. Bei dem jungen  Mann wurden Spuren, Geruchsproben an den Händen, noch vor Ort gesichert. So kann zum Beispiel Brandbeschleuniger nachgewiesen werden. Der Tatverdächtige wurde auf Anweisung der Staatsanwaltschaft vorerst wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Kriminalpolizei ermittelt unterdessen gegen den polizeibekannten Mann weiter. Nach Volksstimme-Informationen soll der Tatverdächtige nicht nur mehrfach in Magdeburg im Fokus der Ermittler wegen Brandstiftungen stehen. Auch in Wolmirstedt soll der Mann im zurückliegenden Jahr mehrfach gezündelt haben.

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Unterdessen bleibt im Gneisenauring ein Schaden von rund 30.000 Euro zurück. Teile der Stromzufuhr sind durch das Feuer unterbrochen worden. Es war der sechste Brand innerhalb von sechs Wochen in Olvenstedt.