Magdeburg l In einem Studentenwohnheim in der Walther-Ratheau-Straße ist in der Nacht zu Sonntag ein Feuer ausgebrochen. Wie Reinhardt Sandmann, Einsatzleiter der Berufsfeuerwehr Magdeburg, vor Ort mitteilte, brannte es im Flur des vierten Obergeschosses. Ein Sofa und weiteres Mobiliar standen in Flammen. Aufgrund der starken Rauchentwicklung musste die Feuerwehr sechs Personen über eine Drehleiter in Sicherheit bringen.

Eine Person musste rettungsdienstlich behandelt und in ein Krankenhaus gebracht werden, 38 weitere Personen wurden ebenfalls evakuiert. In dem Wohnheim sind in der Mehrzahl ausländische Studente untergebracht. Die Polizei schließt aber einen ausländerfeindlichen Hintergrund aus.

Laut Sandmann habe es gegen 23.43 Uhr mehrere Anrufe in der Rettungsleitstelle gegeben. Die Polizei teilte mit, dass es sich vermutlich um Brandstiftung handelt. Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf ca. 15.000 Euro.

Derzeit sind sechs Wohnungen unbewohnbar. Zehn Studenten wurden deshalb von der Hausverwaltung umquartiert. Erschwert wurden die Löscharbeiten, durch Unbefugte geöffnete Steigleitungen. Durch das unkontrolliert austretende Wasser entstand ein immenser Schaden. Außerdem waren Fluchttüren nicht nutzbar, da diese erhebliche Mängel aufwiesen, diese konnten zum Teil nicht geöffnet werden. Die Mängel wurden noch in der Nacht behoben. Die Feuerwehr schließt momentan einen technischen Defekt aus. Die Kriminalpolizei ermittelt nun wegen schwerer Brandstiftung.

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