Magdeburg l Auf eigenes Risiko bauen die Gebrüder Boos im April 2020 im Stadtpark Magdeburg ihre wohl größte Attraktion auf - ein 55 Meter hohes Riesenrad. Eine Fahrt damit garantiert bei gutem Wetter einen fantastischen Ausblick über die Stadt.

Doch wann und ob das Fahrgeschäft in diesem Jahr öffnen kann, ist unklar. Schuld daran sind die aktuellen Corona-Regeln. Derzeit muss die Freizeitattraktion geschlossen bleiben.

Hoffnen auf Lockerung der Corona-Regeln

Die Schausteller sind dennoch optimistisch und hoffen, mit den nächsten Lockerungen der Corona-Regeln Anfang Mai ins Geschäft einsteigen zu können. In den 42 Glaskabinen hätten theoretisch sechs bis acht Personen Platz. Nach der derzeitigen Verordnung dürften nur zwei Personen pro Kabine mitfahren oder aber mehr, sofern diese alle in einem Haushalt leben.

Doch die Auflagen wären der Familie Boos egal, "hauptsache wir können überhaupt öffnen", so Hendrik Boos. "Die Zu- und Abwege könnten wir problemlos regulieren." Für die Einhaltung der Hygienestandards würden sie selbstredend ebenfalls sorgen, versprechen sie. Normalerweise wären die Gebrüder Boos gerade mit insgesamt sieben Fahrgeschäften in drei Städten vertreten. Doch alle Feste sind abgesagt.

Riesenrad als Einzelattraktion

Eine Fahrt mit dem riesigen Riesenrad würde etwa zehn Minuten dauern, die Preise sollen zwischen 4 und 6 Euro liegen. Weitere Fahrgeschäfte sind an dieser Stelle nicht geplant. Es ist als Einzelattraktion gedacht. Weitere Informationen dazu gibt es in unserem E-Paper.

Das Riesenrad kaufte die Schaustellerfamilie 2018. Eigentlich sollte die Vier-Millionen-Euro-Investition 2019 an der Ausgrabungsstätte von Pompeji in Italien aufgebaut werden. Doch daraus wurde nichts. Kurzerhand wurde das Riesenrad erstmals in Stettin eingesetzt.

Aktuell sollte das Riesenrad in Berlin seine Runden drehen. Doch auch hier sind sämtliche Volksfeste wegen der Ausbreitung des Coronavirus abgesagt. Jetzt wird es eben in Magdeburg aufgebaut.