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Maßnahmen gegen Stromausfall in der Börde Frostiges Wochenende in Oschersleben erwartet: Netzbetreiber Avacon verstärkt Bereitschaft

Nach dem Sturmtief „Elli“ mit großen Schneemengen fällt die Temperatur in den kommenden Tagen auf bis zu minus 16 Grad. Der Frost strapaziert die Stromleitungen in der Region. Wie die Avacon auf das Extremwetter vorbereitet ist.

09.01.2026, 19:00
Schnee und Eis können die oberirdisch verlaufenden Stromleitungen belasten.
Schnee und Eis können die oberirdisch verlaufenden Stromleitungen belasten. Foto: Avacon

Oschersleben - vs/Jan Dahms

Nach den Schneemengen, die am Freitag, 9. Januar, in der Region fielen, steht den Oscherslebern ein frostiges Wochenende bevor. Eine Kältewelle soll in der Nacht von Sonnabend auf Sonntag sogar eine Temperatur weit im zweistelligen Minusbereich bringen. Extremwetterereignisse wie diese fordern den Stromnetzbetreiber Avacon heraus.

Wie das Unternehmen mitteilt, können Schnee und Eis die oberirdisch verlaufenden Stromleitungen belasten, verschneite Bäume oder Äste auf Leitungen stürzen und Isolatoren vereisen. Zudem würden Schnee und Frost den Zugang zu Umspannwerken oder Reparaturstellen erschweren. Auch die Reparaturteams müssten sicher zur Schadensstelle gelangen.

„Die Avacon-Netzleitstelle, die den Betrieb der Stromleitungen überwacht, erhält ihre Informationen vom Deutschen Wetterdienst und beobachtet die Entwicklungen laufend“, heißt es in einer Mitteilung vom Freitag. Demnach entscheiden die Betriebsstandorte in den Regionen dann, ob sie ihre Bereitschaftsteams verstärken und beispielsweise Schneeketten für den Transport von Notstromaggregaten organisieren.

Avacon: 60 Notstromaggregate stehen bereit

„Wird die Stromversorgung unterbrochen, schwärmen die Reparaturteams sofort aus, um die Wiederversorgung schnellstmöglich einzuleiten. Insbesondere im Hochspannungsbereich wurde eine verstärkte Rufbereitschaft ausgerufen, alle Fahrzeuge wurden vorsichtshalber vollgetankt“, führt der Netzbetreiber aus.

Komme es im Netzgebiet zu Versorgungsausfällen, sei das Unternehmen vorbereitet: Mobile Bereitschaftsteams, Netzersatzanlagen, Entstörmaterialien und 60 Notstromaggregate unterschiedlicher Leistungsstärke stünden bereit. Die Aggregate seien über das gesamte Netzgebiet verteilt und würden im Bedarfsfall an die Einsatzorte transportiert, heißt es weiter.